Michael Müller: "Ein bisschen unterkomplex"
Rede Köhlers: Nach viel Lob auch erste Kritik

Mit seiner Rede nach der Wahl hat der künftige Bundespräsident Horst Köhler neben Anerkennung und viel Lob auch erste Kritik geerntet.

HB BERLIN. Schleswig-Holsteins SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“, sie hätte „die ersten 100 Tage gewartet, bevor ich mich hier gleich in die Wirtschaftspolitik reingeschmissen hätte. Er ist nicht unser Wirtschaftsminister!“ Ein Bundespräsident dürfe sich nicht auf ein Thema beschränken. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Michael Müller, kritisierte am Montag im Deutschlandradio Berlin, Köhler habe sich sehr allgemein gehalten und dringende Fragen nicht beantwortet. „Mein Eindruck war, dass das ehrlich gesagt ein bisschen unterkomplex war zu dem, was eigentlich heute Politik ist.“

Dagegen befand der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Michael Glos, im ZDF-„Morgenmagazin“, wenn Köhler „die Dinge sehr direkt anspricht, dann kann es doch nur zum Vorteil des Landes sein.“ Wenn die Politiker „einen dabei abkriegen, ist das auch nicht so schlimm“.

Die Vizevorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Ursula Engelen-Kefer, erwartet von Köhler eine Vermittlerfunktion zwischen den Parteien, wie sie in der selben Sendung sagte.

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