Michael Rogowski vom Bundesverband der Deutschen Industrie will Hartz IV verschärfen
BDI-Chef fordert niedrigeres Arbeitslosengeld II

Unbeeindruckt von den Protesten der vergangenen Wochen hat BDI-Präsident Michael Rogowski gefordert, die Hartz-IV-Reform zu verschärfen. Das Arbeitslosengeld II sei noch viel zu hoch.

HB BERLIN. Die Hartz IV genannte Arbeitsmarktreform sei zwar ein richtiger Schritt, reiche aber nicht aus, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) der Tageszeitung „Die Welt“. Viele Arbeitslose würden auch künftig lieber die staatliche Leistung beziehen, als eine niedrig bezahlte Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu suchen.

Das Arbeitslosengeld II, das zum 1. Januar 2005 aus der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe entsteht, müsse neu geregelt werden. Rogowski forderte, die Höhe des Arbeitslosengeldes II „auszutesten“. Er verwies auf Empfehlungen von Professoren, die eine Kürzung von 20 bis 25 Prozent befürworteten.

Rogowski wandte sich entschieden gegen Mindestlöhne. „Wir brauchen auf keinen Fall Mindestlöhne. Im Gegenteil, wir müssen die tariflichen Untergrenzen durchbrechen.“ Auch eine Lockerung des Kündigungsschutzes in den ersten drei Jahren einer Beschäftigung würde vielen die Chance auf einen Arbeitsplatz geben.

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