Microsoft-Gründer in Berlin
Bill Gates kämpft gegen das Elend in der Welt

Microsoft-Gründer Bill Gates hat mit seiner Software Milliarden verdient. Nun bekämpft er mit seiner Frau Krankheiten, die ganze Länder ins Elend gestürzt haben. In Berlin hofft er auf die Hilfe der Deutschen.
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Berlin Die Erfolge der globalen Impf-Programme sind beachtlich: Die gefährliche Infektionskrankheit Pocken, die einst ganze Landstriche in Afrika und Asien bedrohte, wurde ausgerottet. Auch bei der Bekämpfung der Pneumokokken, die lebensbedrohliche Infektionen verursachen, haben Organisationen wie die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) große Fortschritte erzielt. Doch der Software-Milliardär Bill Gates will sich damit nicht zufrieden geben. In Berlin forderte er von Deutschland, die Entwicklungszusammenarbeit weiter auszubauen.

Gates hat über 30 Milliarden Dollar in die Bill & Melinda Gates Stiftung gesteckt und gibt jährlich rund vier Milliarden Dollar für Gesundheits- und Bildungsprogramme aus. Im Vergleich dazu wirkt der Scheck von 14 Millionen Euro, die Entwicklungshilfeminister Dirk
Niebel (FDP) für die GAVI mitgebracht hat, nicht übergroß. Doch immerhin verdreifacht die Bundesregierung damit ihre Zuwendungen für das Impf-Programm. Und Großes beginnt bei Gates auch im Kleinen. Vor den Gästen der Amerikanischen Handelskammer AmCham im Hotel Ritz Carlton, wo Gates mit einem Preis ausgezeichnet wurde, nutzte der 55-Jährige die Chance, den Anwesenden ins Gewissen zu reden.

Wenn Staaten wie Deutschland tatsächlich die Mittel für Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen würden, könnten alle Kinder auf der Welt gegen lebensbedrohliche Krankheiten geimpft werden. Es gäbe dann sauberes Wasser und Moskitonetze für alle. Das Einkommen der Bauern in den Entwicklungsländern könnte sich verdreifachen. Jeder Mensch, der an Tuberkulose erkrankt sei, könne dann auch behandelt werden. Doch der Weg dahin ist noch weit.

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  • Und warum sind MS-Produkte so überteuert? Warum ist Accesse aus den Paketen entfernt worden? Alles nur weil man die Armut bekämpfen will?

  • Nun bin ich aber doch höchst erstaunt ! Tagtäglich lese ich auf jeder website und zu jedem Thema eine Vielzahl an meist völlig überflüssigen Kommentaren und bei so einem wichtigen und vor allem auch "christlichen" Thema wie der Hilfe für die Schwächsten, was sehe ich da, Leere !!!

    Die Hilfe gegen das Elend in der Welt, die Bill Gates mit einem Grossteil seines ehemaligen Vermögens aufbringt ist sicher eine rundum "gute" oder "würdige" Sache und viel mehr Bürger sollten sich dem anschliessen und auch mal eine Konsumausgabe weglassen.

    Ob unsere Zivilisation erhaltenswert ist oder nicht, lässt sich weniger am durchschnittlichen Wohlstand als vielmehr am "Wohlstand" der Schlechtergestellten messen.

    0,7 % vom BIP ? Das könne wir nicht in D ? Oder "wollen" wir das vielleicht einfach nicht, weil wir doch lieber mehr selbst in der Tasche haben wollen ?

    Danke an Bill Gates und die beteiligten anderen Unternehmer, danke, dass Ihr dort am oberen Rand der Einkommenstabelle verstanden habt und helft ! Es ist dringendst nötig !!!

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