Microsoft-Gründer in Berlin Bill Gates kämpft gegen das Elend in der Welt

Microsoft-Gründer Bill Gates hat mit seiner Software Milliarden verdient. Nun bekämpft er mit seiner Frau Krankheiten, die ganze Länder ins Elend gestürzt haben. In Berlin hofft er auf die Hilfe der Deutschen.
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Microsoft-Gründer Bill Gates in Berlin zu Besuch bei Bundespräsident Christian Wulff (rechts) und dessen Gattin Bettina. Quelle: dapd

Microsoft-Gründer Bill Gates in Berlin zu Besuch bei Bundespräsident Christian Wulff (rechts) und dessen Gattin Bettina.

(Foto: dapd)

Berlin Die Erfolge der globalen Impf-Programme sind beachtlich: Die gefährliche Infektionskrankheit Pocken, die einst ganze Landstriche in Afrika und Asien bedrohte, wurde ausgerottet. Auch bei der Bekämpfung der Pneumokokken, die lebensbedrohliche Infektionen verursachen, haben Organisationen wie die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) große Fortschritte erzielt. Doch der Software-Milliardär Bill Gates will sich damit nicht zufrieden geben. In Berlin forderte er von Deutschland, die Entwicklungszusammenarbeit weiter auszubauen.

Gates hat über 30 Milliarden Dollar in die Bill & Melinda Gates Stiftung gesteckt und gibt jährlich rund vier Milliarden Dollar für Gesundheits- und Bildungsprogramme aus. Im Vergleich dazu wirkt der Scheck von 14 Millionen Euro, die Entwicklungshilfeminister Dirk
Niebel (FDP) für die GAVI mitgebracht hat, nicht übergroß. Doch immerhin verdreifacht die Bundesregierung damit ihre Zuwendungen für das Impf-Programm. Und Großes beginnt bei Gates auch im Kleinen. Vor den Gästen der Amerikanischen Handelskammer AmCham im Hotel Ritz Carlton, wo Gates mit einem Preis ausgezeichnet wurde, nutzte der 55-Jährige die Chance, den Anwesenden ins Gewissen zu reden.

Welche Superreichen für Gates und Buffett spendeten
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Warren Buffett und Bill Gates sind als Initiatoren längst mit gutem Beispiel vorangegangen: Buffett hatte bereits 2006 in einem beispiellosen Schritt erklärt, 99 Prozent seines Vermögens der Bill & Melinda Gates Stiftung und Familien-Wohltätigkeitsorganisationen zu vermachen. Auch Gates und seine Frau Melinda (Foto, mitte) haben bislang mehr als 28 Mrd. Dollar an ihre Stiftung gegeben. Foto: dpa

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Bill Gates ist laut Forbes-Liste mit einem Vermögen von 53 Mrd. US-Dollar nach dem Mexikaner Carlos Slim der zweitreichste Mann der Welt, dicht gefolgt von Buffett, der mit 47 Mrd. Dollar den dritten Platz belegt. Die beiden Könige unter den Superreichen der USA pflegen einen engen Draht und sind seit Jahren als Aushängeschilder und Saubermänner der US-Wirtschaft unterwegs. Foto: Reuters

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Bald nach ihrer ersten Begegnung Anfang der neunziger Jahre soll Altstar Buffett dem Aufsteiger Gates das sogenannte "Evangelium des Reichtums" des Stahlbarons Andrew Carnegie in die Hand gedrückt haben. Darin schreibt Carnegie über die gesellschaftliche Verantwortung der Superreichen, die den Übergang von der christlich motivierten Caritas zur professionellen Philanthropie markierte. Foto: Reuters

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Bei ihrer jüngsten Kampagne haben sich Buffett und Gates zum Ziel gesetzt, Hunderte Superreiche zu überzeugen, einen Großteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod zu spenden und dies auch öffentlich in einer Absichtserklärung zu geloben. Rund 80 Reiche haben die beiden angerufen, "ohne viel Druck zu machen", wie sie sagen. 40 davon schlossen sich mit dem Versprechen einer von Microsoft-Gründer Bill Gates und Investment-Guru Warren Buffett im Juni ins Leben gerufenen Kampagne an. Foto: ap

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Die Initiative von Gates und Buffett wird selbst kein Geld annehmen, sondern Milliardäre aufrufen, für wohltätige Zwecke tief in die Tasche zu greifen. Wer in dem exklusiven Club Mitglied sein will, muss sich an eine Regel halten: Mindestens 50 Prozent seines Vermögens abzugeben. Es sei kein juristischer Vertrag sondern ein moralisches Versprechen. Foto: Reuters

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Warren Buffett Vermögen: 47 Mrd. Dollar Warren Buffett hatte schon vor einigen Jahren gesagt, dass er 99 Prozent seines Vermögens in die Gates-Stiftung übertragen will. Damals betrug sein Vermögen noch 44 Mrd. Dollar, heute steht es nach überstandener Finanzkrise laut "Forbes" bei 47 Mrd. Dollar. Damit ist Buffett das Schwergewicht unter den Spendern. Aber auch die übrigen Reichen bringen alles andere als Kleckerbeträge ein. Die Übersicht ... Foto: Reuters

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Paul Allen Vermögen: 13,5 Mrd. Dollar Paul Allen hat 1975 gemeinsam mit Bill Gats Microsoft gegründet. Die beiden waren im Laufe der Jahre was das Geschäft anging nicht immer einer Meinung, aber beim Spenden sind sie es. Wieviel Prozent seines Vermögens Paul Allen genau spendet, ist (noch) nicht beknant. 50 Prozent der 13,5 Mrd. Dollar werden es vor oder nach seinem Tod aber mindestens sein. Foto: Reuters

Wenn Staaten wie Deutschland tatsächlich die Mittel für Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen würden, könnten alle Kinder auf der Welt gegen lebensbedrohliche Krankheiten geimpft werden. Es gäbe dann sauberes Wasser und Moskitonetze für alle. Das Einkommen der Bauern in den Entwicklungsländern könnte sich verdreifachen. Jeder Mensch, der an Tuberkulose erkrankt sei, könne dann auch behandelt werden. Doch der Weg dahin ist noch weit.

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2 Kommentare zu "Microsoft-Gründer in Berlin: Bill Gates kämpft gegen das Elend in der Welt"

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  • Und warum sind MS-Produkte so überteuert? Warum ist Accesse aus den Paketen entfernt worden? Alles nur weil man die Armut bekämpfen will?

  • Nun bin ich aber doch höchst erstaunt ! Tagtäglich lese ich auf jeder website und zu jedem Thema eine Vielzahl an meist völlig überflüssigen Kommentaren und bei so einem wichtigen und vor allem auch "christlichen" Thema wie der Hilfe für die Schwächsten, was sehe ich da, Leere !!!

    Die Hilfe gegen das Elend in der Welt, die Bill Gates mit einem Grossteil seines ehemaligen Vermögens aufbringt ist sicher eine rundum "gute" oder "würdige" Sache und viel mehr Bürger sollten sich dem anschliessen und auch mal eine Konsumausgabe weglassen.

    Ob unsere Zivilisation erhaltenswert ist oder nicht, lässt sich weniger am durchschnittlichen Wohlstand als vielmehr am "Wohlstand" der Schlechtergestellten messen.

    0,7 % vom BIP ? Das könne wir nicht in D ? Oder "wollen" wir das vielleicht einfach nicht, weil wir doch lieber mehr selbst in der Tasche haben wollen ?

    Danke an Bill Gates und die beteiligten anderen Unternehmer, danke, dass Ihr dort am oberen Rand der Einkommenstabelle verstanden habt und helft ! Es ist dringendst nötig !!!

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