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Mietpreise: SPD plant Offensive für bezahlbaren Wohnraum

Die Sozialdemokraten wollen sich im Wahlkampf verstärkt für niedrigere Mietpreise und öffentliche Wohnungsunternehmen einsetzen. Unter anderem soll laut Medienbericht die Umwandlung von Wohnraum in Büros gebremst werden.

Wohnhäuser an den Marco-Polo-Terrassen in der Hafencity in Hamburg. Die Mieten und Wohnungspreise in Hamburg steigen seit Jahren steil an. Quelle: dpa
Wohnhäuser an den Marco-Polo-Terrassen in der Hafencity in Hamburg. Die Mieten und Wohnungspreise in Hamburg steigen seit Jahren steil an. Quelle: dpa

HamburgVor dem Start ins wichtige Wahljahr 2013 sucht die SPD nach Lösungen, um in großen Städten mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Laut einer "Spiegel"-Meldung vom Sonntag schlägt eine Arbeitsgruppe, geleitet vom früheren Bau- und Verkehrsstaatssekretär Achim Großmann, ein Bündel von Maßnahmen vor. Dazu zähle etwa, Genossenschaften zu fördern, den "Wohn-Riester" zur Eigentumsbildung zu vereinfachen, den Verkauf öffentlicher Wohnungsunternehmen zu stoppen und der Umwandlung von Wohnraum in Ferienappartements oder Büros entschiedener zu begegnen.

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SPD

Sozialer Wohnungsbau früherer Jahre mit Großprojekten in Stadtrandlage spielt in dem Konzept keine Rolle mehr. Der Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz, der die Wohnungsnot schon im Wahlkampf 2011 zum Thema gemacht hatte, sagt dem Magazin: "Die Menge bleibt der entscheidende Faktor. An andere Allheilmittel zu glauben wäre eine Illusion."

 

  • 06.01.2013, 11:44 Uhrvhe

    "Ein Sozialhilfe-Empfänger im teuren München - das geht nicht."
    Stimmt schon, aber auch die Putzfee des Anwalts auf 400 Euro-Basis muss irgendwo wohnen.
    "Auf dem Land" bedeutet Auto+Pendeln+Parkplatz+Stau+Feinstaub+CO2, ist also auch nicht wirklich sinnvoll.
    Und sobald irgendwo im "Umland" eine S-Bahn oder gar Straßenbahn-Station ist, gehört die Gegend nicht mehr zum "Umland" sondern zum "Speckgürtel" und die Mieten und Kaufpreise schießen mondwärts.

  • 06.01.2013, 11:22 Uhrstatesman

    Da wir in einer neoliberalen Gesellschaft leben, gibt es kein Recht auf billige Wohnungen in teuren Großstädten.

    Daran wird auch die Sozialklimbim-Partei SPD nichts ändern.

    Für weniger Betuchte ist das Leben im Umland eine Alternative und etwas, was man sich normalerweise leisten kann.

    Jemand, der sich die Mieten in einer bestimmten Gegend nicht leisten kann, muß eben umziehen.

    Es gibt überall in Deutschland bezahlbaren Wohnraum, der auch vom Staat mit Wohngeld gefördert wird.

    Ein Sozialhilfe-Empfänger im teuren München - das geht nicht.

  • 05.01.2013, 15:04 Uhrvhe

    Wie wär's denn mal mit einem Nachdenken über andere Finanzierungen? So dass auch die breite Masse was zum Wohnungsbau beitragen kann?

    Derzeit kann ich ja nur eine Wohnung/Haus bauen und kaufen. Das Ergebnis ist ein Hebelinvestment mit einem Riesen-Klumpenrisiko, das ich jahrzehntelang am Hals hab.

    Warum gibt es keine Fianzierungsangebote wo die Stadt irgendwo ein Haus voller preiswerter Wohnungen hinstellt und man sich mit Beträgen zwischen 5000 und 20000 Euro (Eigenkapital Kein gewährtes Darlehen.) beteiligen kann, dann als Eigentümer im Grundbuch steht und anteilig am Mietprofit beteiligt wird?

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