Mietpreise: SPD plant Offensive für bezahlbaren Wohnraum

Mietpreise
SPD plant Offensive für bezahlbaren Wohnraum

Die Sozialdemokraten wollen sich im Wahlkampf verstärkt für niedrigere Mietpreise und öffentliche Wohnungsunternehmen einsetzen. Unter anderem soll laut Medienbericht die Umwandlung von Wohnraum in Büros gebremst werden.
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HamburgVor dem Start ins wichtige Wahljahr 2013 sucht die SPD nach Lösungen, um in großen Städten mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Laut einer "Spiegel"-Meldung vom Sonntag schlägt eine Arbeitsgruppe, geleitet vom früheren Bau- und Verkehrsstaatssekretär Achim Großmann, ein Bündel von Maßnahmen vor. Dazu zähle etwa, Genossenschaften zu fördern, den "Wohn-Riester" zur Eigentumsbildung zu vereinfachen, den Verkauf öffentlicher Wohnungsunternehmen zu stoppen und der Umwandlung von Wohnraum in Ferienappartements oder Büros entschiedener zu begegnen.

Sozialer Wohnungsbau früherer Jahre mit Großprojekten in Stadtrandlage spielt in dem Konzept keine Rolle mehr. Der Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz, der die Wohnungsnot schon im Wahlkampf 2011 zum Thema gemacht hatte, sagt dem Magazin: "Die Menge bleibt der entscheidende Faktor. An andere Allheilmittel zu glauben wäre eine Illusion."

 

Kommentare zu "SPD plant Offensive für bezahlbaren Wohnraum"

Alle Kommentare
  • "Ein Sozialhilfe-Empfänger im teuren München - das geht nicht."
    Stimmt schon, aber auch die Putzfee des Anwalts auf 400 Euro-Basis muss irgendwo wohnen.
    "Auf dem Land" bedeutet Auto+Pendeln+Parkplatz+Stau+Feinstaub+CO2, ist also auch nicht wirklich sinnvoll.
    Und sobald irgendwo im "Umland" eine S-Bahn oder gar Straßenbahn-Station ist, gehört die Gegend nicht mehr zum "Umland" sondern zum "Speckgürtel" und die Mieten und Kaufpreise schießen mondwärts.

  • Da wir in einer neoliberalen Gesellschaft leben, gibt es kein Recht auf billige Wohnungen in teuren Großstädten.

    Daran wird auch die Sozialklimbim-Partei SPD nichts ändern.

    Für weniger Betuchte ist das Leben im Umland eine Alternative und etwas, was man sich normalerweise leisten kann.

    Jemand, der sich die Mieten in einer bestimmten Gegend nicht leisten kann, muß eben umziehen.

    Es gibt überall in Deutschland bezahlbaren Wohnraum, der auch vom Staat mit Wohngeld gefördert wird.

    Ein Sozialhilfe-Empfänger im teuren München - das geht nicht.

  • Wie wär's denn mal mit einem Nachdenken über andere Finanzierungen? So dass auch die breite Masse was zum Wohnungsbau beitragen kann?

    Derzeit kann ich ja nur eine Wohnung/Haus bauen und kaufen. Das Ergebnis ist ein Hebelinvestment mit einem Riesen-Klumpenrisiko, das ich jahrzehntelang am Hals hab.

    Warum gibt es keine Fianzierungsangebote wo die Stadt irgendwo ein Haus voller preiswerter Wohnungen hinstellt und man sich mit Beträgen zwischen 5000 und 20000 Euro (Eigenkapital Kein gewährtes Darlehen.) beteiligen kann, dann als Eigentümer im Grundbuch steht und anteilig am Mietprofit beteiligt wird?

  • "Wenn immer nur Mietern mehr Rechte eingeräumt werden und Vermietern immerbmehr Lasten und Beschränkungen auferlegtvwrrden ist es doch kein Wunder, dass man nicht mehr in Wohnungen investiert - denn noch haben wir ja keinen Kommunismus."
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    Selbst wenn ich den sagenhaften Eurojackpot von 189 Millionen Euro gewinnen würde, in den Wohnungsbau würde ich keinen einzigen Cent stecken, aus eben den Gründen, die Sie genannt haben.
    Bekannte von mir haben mal in Wohnungen investiert: Nur Ärger ohne Ende!

  • SPD plant Offensive für bezahlbaren Wohnraum?

    Wie üblich, eine "Offensive" aus dem Wolkenkuckucksheim.

    In allen westlichen Nachbarländern Deutschlands sind die Mieten HÖHER.

    Weil es dort keine jahrzehntelange Subventionierung des Wohnungsbaus mit Steuervorteilen gegeben hat.

    Eine baukostengerechte Miete müßte bei Neubauten bei etwa 10 Euro/qm kalt liegen.

    Und dort wo aufgrund die Nachfrage überschießenden Wohnungsbestands keine solchen Mieten erzielbar sind, wird eben nicht gebaut. Solange, bis sich der Bestand durch natürlichen Verschleiß soweit abgebaut hat, daß der Marktausgleich zu einem Anstieg der Marktmieten über die Höhe der Kostenmiete führt.

    ...

    Die Tatsache, daß das jetzt allmählich stattfindet und die Mieten auf ein vernünftiges Niveau steigen, führt natürlich zu einer finanziellen Belastung von Mietern.

    Und denen wollen die Sozialdemagogen jetzt eben einreden, daß sie besser dran wären wenn sie die Kostenmieten wieder durch Steuern anstatt durch Mieten finanzieren würden.

    Gigantische Kapitalfehlallokierungen in Ostzone und "Neue Heimat" sind anscheinend schon wieder vergessen bei den Genossen. Oder sie spekulieren darauf, daß es jedenfalls ihre Wähler vergessen haben.

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    Der richtige Weg zu einer Senkung der finanziellen Belastung der Werktätigen besteht in einer Reduzierung der Staatsquote von 45,3% (1911).

    Und zwar durch die Reduzierung der Finanzierung von Migranten durch die Sozialsysteme, die Abschaffung von Subventionen, einen Umbau des Sozialsystems auf eine effiziente Volksrente ("negative Einkommenssteuer"), und Einsparungen im Beamtenapparat (200 Milliarden pro Jahr).

  • Was für eine Heuchelei.
    Wer aht denn die ganzen kommunalen Sozialwohnungs-Berstände verkauft? Und zwar ausschleißlich an Ausländr, an Hedge-Fonds?
    Das war doch Rot-Grün zu Schröders Regirungs-Zeit. Man nannte das doch Privatisierung.
    Die Nachteile dieser Privatisierung dürfen die Mieter heute "genießen". Gestiegene Mieter und getan wird nichts mehr.
    Man sollte diese Bande endlich zum Teufel jagen und die vermekrtelt CDU gleich mit.

  • Wir vermieten im Raum Köln Bonn mehrere Wohnungen. Die Kaltmieten haben sich in unserem Wohnungsbestand in den letzten 10 JAhren ( bis Anfang 2012) um knapp 10% und die Nebenkosten um über 26% (bei einem Anstieg des Indexes seit 2005 um etwa 13,x %). Ich kann das Geschwafel der Politiker nicht mehr hören. Ob die Linken von der SPD über die Linkspartei bis zu den Grünen, nur sehr wenige handverlesene Parteimitglieder haben hier Sachverstand. Sie können sich leider gegen die Schreier nicht durchsetzen. Das Getöse aus den anderen beiden Parteien ist aber auch nicht sachorientiert. Leider steigen nur diejenigen in den Politikbetrieb, die in der anderen Arbeitswelt keine Anstellung finden.

  • Diese Scheinheilige Partei Deutschlands ist einfach nur verlogen (von Steinbrück will ich gar nicht anfangen). Wenn immer nur Mietern mehr Rechte eingeräumt werden und Vermietern immerbmehr Lasten und Beschränkungen auferlegtvwrrden ist es doch kein Wunder, dass man nicht mehr in Wohnungen investiert - denn noch haben wir ja keinen Kommunismus.
    Ich vermiete zwei Wohnungen n zu fairen Preisen aber das Risiko wird immer höher und warum soll man sich den Ärger dann noch antun?

  • Statt nach Wegen zu suchen die angebliche Wohnungsnot zu lindern müsste man sich endlich mal dazu entschliessen den Menschen zu sagen was Sache ist.

    Faktisch gibt es nämlich immer mehr Wohnfläche für eine stagnierende Bevölkerungszahl. Im Ergebnis hat sich der pro Kopf Wohnflächenverbrauch in den vergangenen 50 Jahren verdoppelt. Und es ist doch ganz klar, dass ein mehr an Wohnfläche auch ein mehr an Kosten verursacht.

    Desweiteren ist der größte Kostentreiber der Staat selbst, indem er durch Bauvorschriften und Rechtsauslegungen (Gerichtsurteile) immer mehr Wohnungseigenschaften fordert die nun einmal nicht zum Nulltarif baubar sind. Hinzu kommt dann noch die erforderliche Differenzierung zwischen gestiegenen Nettomieten, und den noch weitaus stärker gestiegenen Mietnebenkosten.

    Und last not lease: Ich sitze gerade in einer in Hamburg verorteten Wohnfläche, deren Miete im Jahr 1993 !!! 20,-DM/m2 betrug. Nach diesem Hochpunkt fiel diese Miete über mehrere Jahr um ab etwa 2004 herum wieder langsam zu steigen und aktuell mit rund 10,- € wieder den Stand von von 1993 erreicht zu haben.

  • Ausgrechnet die Sozis. In meiner Kommune Münster waren insbes. Grüne und Sozis immer die Haupttreiber der Verteuerung des Wohnens. Exorbitant hohe Gebühren (insbes. für die Müllbeseitigung) entstanden maßgeblich auf Betreiben der Grünen und der Sozis. Und nun hat die regierende CDU ihren städtischen Haushalt nur durch bekommen, weil Grüne und Sozis ihre Hauptforderung einer Erhöhung der Grundsteuer bekommen haben. Die Stadtverwaltung weigert sich halt hartnäckig, endlich mal an den Ausgaben zu sparen, obwohl sie personell vollkommen überbesetzt ist. Tja, wenn Sozis und Grüne auch nur was zu sagen haben, wird Wohnen immer teurer.

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