Insgesamt gibt es immer weniger traditionelle Ehepaare mit Kindern. Seit 1996 sank die Zahl der Familien mit Kindern unter 18 um 528 000 auf 8,9 Millionen. Von den 12,6 Millionen Familien mit minder- oder volljährigen Kindern waren 2005 nur noch 73 Prozent Ehepaare (1996: 79 Prozent). Dagegen stieg der Anteil der Alleinerziehenden von 17 auf 21 Prozent, der der Lebensgemeinschaften ohne Trauschein von vier auf sechs Prozent.„Seit 1996 ist damit die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften um 34 Prozent auf 2,4 Millionen gestiegen“, sagte Hahlen.
In den neuen Bundesländern, wo der Anteil der Ehepaare sogar von 72 auf 62 Prozent schrumpfte, hat sich zudem der Trend zur Ein-Kind-Familie verstärkt. Ihr Anteil an allen Familien mit Kindern nahm von 45 auf 52 Prozent zu. Dagegen blieb er in Westdeutschland mit 39 Prozent fast gleich (1996 waren es 38 Prozent).
Zwar stieg erstmals seit Jahren die Zahl der Familien in Westdeutschland leicht an, nämlich um ein Prozent gegenüber 2004. Als kinderlose Paare lebten aber 28 Prozent der Bevölkerung. Gut ein Drittel der Akademikerinnen aus den Geburtsjahrgängen 1951 bis 1962 bleibt nach den Erhebungen kinderlos. „Das halten wir für eine sehr belastbare Zahl“, sagte Hahlen. Andere Zahlen, in denen von 40 Prozent Kinderlosigkeit unter Universitäts-Absolventinnen die Rede ist, bezögen sich auf Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahre. Nähere Informationen erhoffe sich das Statistische Bundesamt im Herbst von einer Befragung von 14 000 Frauen.
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