Migration
Dietmar Woidke will mehr Ausländer im Osten

Brandenburg spüre den Wert der Migranten: Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht sich für mehr dauerhafte Zuwanderung von Ausländern nach Ostdeutschland aus. Gesetze, die dies verhinderten, sollten überprüft werden.
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DüsseldorfBrandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterstützt die Forderung seiner Kollegen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt nach mehr Zuzug von Ausländern nach Ostdeutschland. „Diese Entwicklungen müssen sich fortsetzen und zu noch mehr dauerhafter Zuwanderung auch in den Berlin ferneren Regionen führen", sagte er dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

Schon heute spüre Brandenburg den Wert der Migranten. Potsdams Ruf als Forschungszentrum von europäischem Rang wäre ohne Wissenschaftler aus aller Welt kaum denkbar. „Und allein bei Rolls Royce in Dahlewitz sorgen Fachkräfte aus über 52 Nationen mit dafür, dass Brandenburg mittlerweile zu den drei großen deutschen Standorten der Luft- und Raumfahrtindustrie gehört“, sagte Woidke. Alle gesetzlichen Hürden, die diesem Weg entgegen stehen, gehörten auf den Prüfstand, fordert Woidke. #

Skeptisch äußerte sich Woidke allerdings zu einer Absenkung der Mindestverdienstgrenzen für Nicht-EU-Ausländer, die vor allem Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich fordert. „Wir dürfen hier keinen Lohnsenkungswettbewerb riskieren - auch nicht bei Fachkräften und vor allem nicht im Osten, der hier eher noch Nachholbedarf hat", sagte Woidke.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin
Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

Kommentare zu " Migration: Dietmar Woidke will mehr Ausländer im Osten"

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  • Endlich mal ein Politiker, der den anderen Politikern aus der Patsche hilft und hier ruft, wenn es um die Verteilung der Migranten geht.

    In anderen Bundesländern sind die Töne wohl aufgenommen worden.

  • allein bei Rolls Royce in Dahlewitz sorgen Fachkräfte aus über 52 Nationen ....
    Diese Aussage ist mal wieder Gold wert. Das könnte heißen, dass bei RR 52 Menschen arbeiten oder 10000.....
    kein Wunder wenn das Wort Lügenpresse weiterexisiert. Fakten, Fakten, Fakten sind gefragt; nicht sinnentleerte Zahlen. Wenn die Ostdeutschen keine Ausländer wollen -was ja so pauschal nicht stimmt- dann sollte man diesem Wunsch mit Sachargumenten entgegentreten!!! Wenn PEGIDA mit Dummsprüchen angegriffen wird, dann nährt man diese Bewegung; oder sollten wir nicht gegen krieg demonstrieren weil es in der BRD keinen Krieg gibt? Oder dürfen wir nicht mehr gegen die Vernichtung des Regenwaldes sein, weil es diesen in Europa/BRD nicht gibt. Herr Woidke sollte sich mal überlegen warum keine Westdeutschen nach Brandenburg ziehen, um dieses Land aufzubauen. Wenn dort für Westdeutsche kein Anreiz existiert warum sollten dann Europäer kommen Oder Asiaten , Afrikaner und Latinos? Wenn aus diesen Regionen jemand kommt dann doch nur als Billigersatz für Brandenburger die nicht wollen oder können. Man gehe an die Wurzel/Ursache des Brandenburgischen Problems. nur Ausländer reinschieben und auf paradiesische Zustände hoffen ist doch weltfremd. So züchtet man Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

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