Migration Grüne Minister dringen auf mehr Integrationskurse

Mehr Integrationskurse für Migranten – das fordern grüne Minister in vier Bundesländern. Sprachunterricht soll unabhängig von Bleibeperspektiven zugesprochen werden. Eine „Zwei-Klassen-Integration“ soll enden.
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Migration: Grüne Minister dringen auf mehr Integrationskurse Quelle: dpa
Integrationskurs

Sprache als Zugang zur Gesellschaft: Damit Migranten und Flüchtlinge sich schnell in Deutschland orientieren können, sollen Sprachkurse unabhängig von Bleibeperspektiven genehmigt werden. Bislang gibt es mitunter monatelange Wartezeiten für Integrationskurse des BAMF.

(Foto: dpa)

MainzVier grüne Migrations- und Integrationsminister der Länder fordern vom Bund mehr Integrationskurse für Flüchtlinge und Zuwanderer. „Um die Integrationsaufgaben Deutschlands erfolgreich zu meistern, muss der Bund die Kapazitäten bei den Integrationskursen bedarfsgerecht ausweiten“, heißt es in einem Forderungspapier von Manne Lucha (Baden-Württemberg), Anne Spiegel (Rheinland-Pfalz), Dieter Lauinger (Thüringen) und Senatorin Anja Stahmann (Bremen). „Monatelange Wartezeiten sind nicht akzeptabel.“ Weil der Bund seinen Aufgaben nicht gerecht geworden sei, hätten die Länder an vielen Stellen einspringen müssen, zum Beispiel mit Deutschangeboten für Flüchtlinge.

Die grünen Minister und die Senatorin fordern, dass Zuwanderer und Flüchtlinge von Anfang an Deutsch lernen können. „Der Sprachunterricht soll unabhängig von der sogenannten Bleibeperspektive als Angebot ermöglicht werden“, heißt es in dem Papier. Ein solches Angebot solle neben Sprachkenntnissen auch erstes Orientierungswissen für den Alltag mit Grundlagen über Gesellschaft und Werte vermitteln. Die Unterzeichner wenden sich zugleich gegen eine „Zwei-Klassen-Integration“ mit einem neuen Erstorientierungskurs des Bundes für diejenigen, die das Land vermeintlich wieder verlassen und bei denen das Deutschlernen nicht im Zentrum steht.

Die Grünen-Politiker dringen auf bessere Job-Chancen für Flüchtlinge, damit diese nicht während einer Ausbildung abgeschoben werden. Die Ausbildungs-Duldung solle durch ein Ausbildungs-Bleiberecht ersetzt werden. Nach einer erfolgreichen Ausbildung solle das Bleiberecht als reguläre Aufenthaltserlaubnis verlängert werden.

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1 Kommentar zu "Migration: Grüne Minister dringen auf mehr Integrationskurse"

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  • Bedarfsgerecht... das ist richtig, nur wenn jemand die Chance hat zu bleiben, hat er Bedarf! Ach ja... und wenn wir schon dabei sind, wir hätten da Bedarf, dass Aufenthaltsrecht mal anzuwenden. D.h. kein Bleiberecht... tschüs!

    Noch was für die Grünen: Selbstverständlich können Sie auch Leuten hier den Aufenthalt ermöglichen, ganz ohne Probleme. Sie müssen die Leute nur einladen und dazu die finanzielle Verpflichtung übernehmen. Ich finde es schon sehr kleinlich von den Grünen, dass sie trotz der Größe der Aufgabe dem deutschen Steuerzahler da nicht ein persönliches gutes Beispiel geben und diese Verpflilchtungen übernehmen. Damit kann man dann doch bei Wahlen auch werben, anstelle der ganzen Plakate (die eh nur umweltschädlich sind...)

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