Migration
Merkel fordert bessere Flüchtlingsverteilung

Wie umgehen mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen? Darüber beraten Parlamentarier bei einem Treffen in Magdeburg. Angela Merkel geht in die Offensive: Die Bundeskanzlerin sieht auch andere EU-Staaten in der Pflicht.
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MagdeburgAngesichts steigender Flüchtlingszahlen bekräftigt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Forderung nach einer gleichmäßigeren Verteilung innerhalb Europas. Allerdings rechnet die CDU-Vorsitzende mit keiner schnellen Einigung, wie sie am Montag nach Beratungen mit den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden bei deren Konferenz in in Magdeburg sagte. „Es wird noch ein langer Weg werden, alle überzeugen zu können“, sagte sie. Das Thema werde am Donnerstag und Freitag im Europäischen Rat besprochen.

Zugleich sprach sich Merkel dafür aus, Menschen mit „Bleibeperspektive“ hierzulande zügig zu integrieren. Diejenigen ohne eine solche Perspektive müssten das Land aber verlassen. Ähnlich äußerte sich Mike Mohring, Fraktionschef im Thüringer Landtag und Vorsitzender der Konferenz.

Von vorn herein recht aussichtslose Verfahren sollten schnell abgeschlossen und die Antragsteller zügig abgeschoben werden, „damit Platz und Kraft ist für die Schutzbedürftigen“. Dies sei wichtig für die Akzeptanz des Asylrechts und der Flüchtlinge in der Bevölkerung, sagte er.

Auf der bis Dienstag dauernden Tagung geht es neben der Flüchtlings- und Asylpolitik auch um die Innere Sicherheit. Die Fraktionschefs aus den Landtagen, dem Bundestag und aus dem Europaparlament wollten sich um gesetzliche Regelungen zum besseren Schutz von Polizei und Rettungskräften im Einsatz bemühen. Zudem sollten diejenigen strafrechtlich verfolgt werden, die terroristische Organisationen mitfinanzieren und deshalb auch ins Ausland gehen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Migration: Merkel fordert bessere Flüchtlingsverteilung"

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  • Das ist alternativlos
    und ein Wille ist, da ist ein Weg.

  • Bernd Mayer
    ja diese Frage beatwortet Merkel nicht
    Merkel quasselt nur

  • "Von vorn herein recht aussichtslose Verfahren sollten schnell abgeschlossen und die Antragsteller zügig abgeschoben werden" So so und warum werden die über 600.000 dann nicht endlich abgeschoben? Fast hundert Prozent der Asylantragsteller reisen über sichere Drittländer nach Deutschland (illegaler Grenzübertritt) ein und haben daher keinen Anspruch auf Asyl, Geldleistungen, Wohnungen, Betreuung, Arbeitsplätze, Krankenversicherung, usw
    Außerdem ist das Problem , dass es sich hier nicht um Kriegsflüchtlinge sondern um Wirtschaftsflüchtlinge handelt.

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