Migrationsbericht
Mehr hochqualifizierte Zuwanderer angeworben

Deutschland wird als Einwanderungsland zunehmend attraktiver. Auch hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland konnten verstärkt angeworben werden. Absolut sind die Zahlen in diesem Bereich aber noch gering.
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BerlinDeutschland hat als Zuwanderungsland an Attraktivität gewonnen und punktet zunehmend auch bei hochqualifizierten Ausländern. Im Jahr 2011 zogen nach dem am Mittwoch veröffentlichten „Migrationsbericht 2011" der Bundesregierung 960.000 Personen nach Deutschland. Da nur 680.000 Personen das Land verließen, ergab sich ein Wanderungssaldo von 280.000 Menschen. Dieser Trend habe sich auch 2012 fortgesetzt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Erhebliche Fortschritte machte die Bundesrepublik bei der Anwerbung von hoch qualifizierten Kräften und Forschern, auch wenn die Zahlen noch gering sind. Die Zahl von Hochqualifizierten stieg 2011 um 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die der Akademiker verschiedener Berufe verdoppelte sich auf 6536 Personen. Noch nicht erfasst seien die Effekte der erst 2012 beschlossenen EU-Blue Card für hoch qualifizierte Fachkräfte, sagte der Regierungssprecher.

2011 wurde zudem ein Drittel mehr ausländische Selbstständige registriert, die für eine Aufenthaltsgenehmigung eine Investitionssumme von mindestens 250.000 Euro und die Schaffung von mindestens fünf Arbeitsplätze vorweisen müssen.

Zwei Drittel der Zuwanderer kommen aus der EU. Haupt-Ursprungsländer sind mittel- und osteuropäischen EU-Länder wie Polen, Bulgarien und Rumänien. Leicht erhöht war die Zuwanderung aus den Euro-Krisenstaaten Spanien, Portugal und Griechenland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Migrationsbericht: Mehr hochqualifizierte Zuwanderer angeworben"

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  • Angesichts der Zustände in vielen Teilen der Republik – in Neukölln, Duisburg-Marxloh, Kölln usw...und der Bevölkerungsentwicklung durch die auch ohne zusätzliche Zuwanderung die deutschstämmige Bevölkerung in den nächsten Jahren zur Minderheit wird, müssten alle Zeichen auf Auswanderung gesetzt werden.

    Durch die ganzen Lügen um den Fachkräftemangel –den es allen derzeitigen Erkenntnisse überhaupt nicht gibt, und selbst wenn es ihn gäbe, sicher ohne Zuwanderung gelöst werden könnte– wird die Debatte vollkommen verzerrt.

  • Leute, die in die USA auswandern haben ein anderes Profil als Leute, die nach Europa kommen.
    Vielen, die nach Westeuropa auswandern, geht es sehr wohl um die Absicherung durch Sozialsysteme. Nicht nur in D.
    Will ich Millionär werden, dann gehe ich eher in die US. Will ich ein angenehmes Leben mit Wohnung, Essen, gute Ausbildung für die Kinder, dann gehe ich nach Europa.
    Bei den 65++ werden wahrscheinlich auch viele Ärzte dabei sein, die jetzt woanders fehlen.

  • Deutschland schafft sich ab
    Und das sit ja auch das was unsere antideutschen Politiker wollen

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