Militante G8-Gegner
Unions-Nachwuchs zieht Parallelen zur RAF

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (CDU), fühlt sich bei den militanten Attacken von G8-Gegnern an die Frühzeit des RAF-Terrorismus erinnert. Unterdessen hat die Polizei angedeutet, Blockaden des Gipfelortes Heiligendamm im Ausnahmefall zuzulassen.

HB BERLIN. Auch damals habe sich die Gewalt zunächst gegen Sachen gerichtet, auch damals sei der Axel Springer Verlag Ziel solcher Taten gewesen, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Wie damals fehle es den Linken auch heute an Distanzierung. Er spüre eine „klammheimliche Freude, die sich breit macht“. „Deswegen müssen sich alle Parteien, insbesondere auch die PDS, klar von der Gewalt abgrenzen“, verlangte er.

In den vergangenen Tagen waren wiederholt Autos von Repräsentanten von Politik und Wirtschaft angezündet oder Steine auf ihre Häuser geworfen worden, darunter war auch ein Wagen von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann.

Der Leiter des Polizeieinsatzes beim G8-Gipfel in zwei Wochen im mecklenburgischen Heiligendamm, Knut Abramowski, rechnet während des Treffens nicht mit solchen Attacken. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Er erwartet aber keinem friedlichen Verlauf der angekündigten Blockaden von Globalisierungskritikern. „Wir können nicht von der Friedfertigkeit der Blockierer ausgehen, sondern müssen eher mit dem Gegenteil rechnen.“ Abramowski bekräftigte frühere Ankündigungen, Blockaden nicht zu dulden, sagte aber, „im Ausnahmefall“ könne das geschehen. „Im Vordergrund steht die Deeskalation: Zuerst werden wir immer mit den Blockierern reden.“

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