Milliarden-Aufträge
Bundeswehr will Logistik privatisieren

Der Logistikbranche winkt einer der größten Aufträge seit Gründung der Bundesrepublik. Nach Informationen des Handelsblatts prüft die Bundeswehr, große Teile ihrer auf drei Milliarden Euro geschätzten Logistik an Unternehmen auszulagern.

HB DÜSSELDORF. Um die Aufträge ringen vor allem die Deutsche Post und die Deutsche Bahn mit ihren Töchtern DHL und Schenker. Die Privatisierung von Bundeswehrleistungen gilt als heißes Eisen, da sowohl hohe Sicherheitsanforderungen gelten als auch die Bundeswehrverwaltung ihre Pfründe bedroht sieht. Daher zieht sich die Diskussion seit Jahren hin. Nun kommt aber offenbar Bewegung in die Sache.

In einem ersten Schritt könnte die gesamte Basislogistik der Bundeswehr, also die Lagerhaltung sowie der Transport auch von Waffen und Munition, an Unternehmen vergeben werden, bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. In dieser Woche müssen interessierte Bewerber ihre Konzepte für das Projekt vorlegen, sagte ein Sprecher der bundeseigenen GEBB (Gesellschaft für Entwicklung und Beschaffung GmbH), die als Bundeswehr-Berater die Federführung hat.

Allein der erste Auftrag hat nach Branchenschätzungen einen Wert von 800 Millionen Euro. Nach der Auswertung der eingereichten Konzepte könnte 2008 die Ausschreibung starten.

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