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Milliarden-Investitionen: Atomausstieg könnte neuen Aufschwung auslösen

exklusiv Dass der Atomindustrie der geplante Ausstieg aus der Kernenergie nicht passt, liegt in der Natur der Sache. Andere dagegen stehen als Gewinner dar: Das DIW rechnet mit einem Mega-Investitionsschub durch die Atomwende.

Das Atom-Aus kann für einige Branchen einen Investitionssegen bedeuten. Quelle: dpa
Das Atom-Aus kann für einige Branchen einen Investitionssegen bedeuten. Quelle: dpa

DüsseldorfNach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) überwiegen bei dem geplanten Atomausstieg die ökonomischen Vorteile bei weitem die Nachteile. „Die wirtschaftlichen Chancen sind größer als die Risiken, denn es werden in den kommenden Jahrzehnten Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe getätigt, die wiederum Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland hervorbringen“, sagte die Leiterin der Abteilung "Energie, Verkehr und Umwelt" am DIW, Claudia Kemfert, Handelsblatt Online. Die Investitionen würden zum größten Teil von der Privatwirtschaft getätigt. „Wichtig ist aber, dass auch Finanzinstitutionen und Banken mitziehen und Risikoabschläge vermindern.“

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Mit Blick auf die Strompreisentwicklung geht die Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance von einem moderaten Anstieg aus, da es genauso viele steigernde wie senkende Faktoren gebe. „Steigernd wirken die Investitionen und Börsenpreise, steigende Netzentgelte sowie CO2-Preise“, erläuterte Kemfert. Senkend wirkten Importe, mehr Wettbewerb sowie die verminderte Umlage, da sich diese sich aus der Differenz zum Börsenpreis ergebe. „In der Summe werden die Strompreise nur leicht steigen“, betonte die DIW-Expertin.

Union und FDP hatten den Ausstieg aus der Atomkraft bis spätestens 2022 beschlossen. Der Großteil der Atommeiler soll bis 2021 vom Netz. Falls es Probleme bei der Energiewende gibt, könnten die letzten drei Meiler erst zum 31. Dezember 2022 abgeschaltet werden. Das Kabinett will das Paket mit sechs Gesetzesvorhaben nächsten Montag beschließen, bis Ende Juni soll der Bundestag abstimmen. Der  RWE-Konzern erwägt eine Klage.

Und auch der Energiekonzern Eon bereitet will juristisch gegen die so genannte Brennelementesteuer vorgehen. Die Koalition hält trotz des schrittweisen Ausstiegs aus der Atomenergie an der Abgabe fest. Sie wird mit der Beteiligung der Stromkonzerne an den Kosten der Sanierung des maroden Atommüll-Lagers Asse begründet.

  • 31.05.2011, 21:37 Uhrhundertpro

    Erneuerbare Energien wirken sich positiv auf die Wirtschaft aus.
    Die durch Erneuerbare Energien ausgelösten Investitionen sind zusätzlich und treten eben nicht an die Stelle anderer Investitionen. Denn die Investitionen in Erneuerbare stammen hauptsächlich von Haushalten, die das Geld ansonsten auf ihren Konto gelassen hätten. Durch die Investitionen werden außerdem Multiplikatoreffekte ausgelöst, d.h. die Ursprungsinvestitonen führen wiederum zu neuen Investitionen. Insgesamt entsteht so eine wirtschaftliche Belebung. Dies wird vor allem auch dadurch befördert, dass die Erneuerbare Energien-Branche ein innovativer aufstrebender Zweig der Wirtschaft ist. Zukünftig wird diese Branche immer weiter wachsen und das nicht nur in Deutschland, sodass hier neue Exportmöglichkeiten entstehen.

    Außerdem können durch Erneuerbare Energien Importe von Rohstoffen vermieden werden, weil z.B. weniger Kohle für Kraftwerke gebraucht wird. 2008 wurde so der Import von 7,2 Mrd.€ vermieden. Statt also Geld ins Ausland zu überweisen werden Investitionen in Deutschland getätigt. Es findet also eine Verlagerung der Wertschöpfung statt.

    Nicht zu letzt können die heutigen Mehrkosten der Erneuerbaren Energien verglichen mit der fossilen Energiebranche als Investitionen in die Zukunft verstanden werden. Der heutige Aufbau der Erneuerbaren Energien-Branche führt langfristig zu einer günstigeren Stromproduktion. Begründet ist dies mit steigenden Rohstoffpreisen bei den fossilen und sinkenden Herstellungskosten bei den Erneuerbaren. Erneuerbare Energien "verbilligen" sich jedoch nicht von alleine und nur Forschung genügt nicht, deshalb ist ein rascher Ausbau schon heute sinnvoll.

    Eine interessante Studie von Germanwatch fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen. Sehr lesenswert!

    http://www.germanwatch.org/klima/energiekosten

  • 31.05.2011, 21:36 Uhrhundertpro

    Erneuerbare Energien wirken sich positiv auf die Wirtschaft aus.
    Die durch Erneuerbare Energien ausgelösten Investitionen sind zusätzlich und treten eben nicht an die Stelle anderer Investitionen. Denn die Investitionen in Erneuerbare stammen hauptsächlich von Haushalten, die das Geld ansonsten auf ihren Konto gelassen hätten. Durch die Investitionen werden außerdem Multiplikatoreffekte ausgelöst, d.h. die Ursprungsinvestitonen führen wiederum zu neuen Investitionen. Insgesamt entsteht so eine wirtschaftliche Belebung. Dies wird vor allem auch dadurch befördert, dass die Erneuerbare Energien-Branche ein innovativer aufstrebender Zweig der Wirtschaft ist. Zukünftig wird diese Branche immer weiter wachsen und das nicht nur in Deutschland, sodass hier neue Exportmöglichkeiten entstehen.

    Außerdem können durch Erneuerbare Energien Importe von Rohstoffen vermieden werden, weil z.B. weniger Kohle für Kraftwerke gebraucht wird. 2008 wurde so der Import von 7,2 Mrd.€ vermieden. Statt also Geld ins Ausland zu überweisen werden Investitionen in Deutschland getätigt. Es findet also eine Verlagerung der Wertschöpfung statt.

    Nicht zu letzt können die heutigen Mehrkosten der Erneuerbaren Energien verglichen mit der fossilen Energiebranche als Investitionen in die Zukunft verstanden werden. Der heutige Aufbau der Erneuerbaren Energien-Branche führt langfristig zu einer günstigeren Stromproduktion. Begründet ist dies mit steigenden Rohstoffpreisen bei den fossilen und sinkenden Herstellungskosten bei den Erneuerbaren. Erneuerbare Energien "verbilligen" sich jedoch nicht von alleine und nur Forschung genügt nicht, deshalb ist ein rascher Ausbau schon heute sinnvoll.

    Eine interessante Studie von Germanwatch fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen. Sehr lesenswert!

    http://www.germanwatch.org/klima/energiekosten

  • 31.05.2011, 17:34 UhrAnonymer Benutzer: eddy61

    ich frag mich immer wieder für wie bescheuert die politik und die presse die bürger hält. sich von der atomindustrie zu verabschieden ist so wie es derzeit gestaltet ist bestimmt nicht verkehrt. nur es werden nachhaltig ein finanzdesaster erzeugt. könnten experten richtig rechnen. dann möchte ich mal wissen wie diese mit solarstrom 500mrd KW strom jährlich erzeugen wollen. würde man die bundesrepublick mit 365 millionen m2 komplett mit solarzellen beflastern würde es immer noch nicht ausreichen um den tagesbedarf von 1,3 mrd kw zu erzeugen.also glaubt weiter an die ökoverbrecher.die spielen mit gezinkten karten.

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