Milliardenrückzahlungen
Moodys warnt vor Ende der Staatsgarantien

Die Landesbanken müssen bis Ende 2015 ihre Schulden zurück zahlen, weil Staatsgarantien auslaufen. Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's könnte das für die HSH Nordbank und die NordLB ein wahrer Kraftakt werden.
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Den Landesbanken steht in den kommenden beiden Jahren ein Kraftakt bevor: Sie müssen nach Berechnungen der Ratingagentur Moody's bis Ende 2015 rund 175 Milliarden Euro an Schulden zurückzahlen, für die ihre staatlichen Eigentümer geradestehen. Wenn die Institute anschließend neues Geld aufnehmen, gibt es dafür laut einem Beschluss der EU keine Staatsgarantien mehr.

"Eine Herausforderung wird das vor allem für Banken, die stark im Geschäft mit längerfristigen Finanzierungen aktiv sind, besonders im Bereich Schiffe und Gewerbeimmobilien", heißt es in einer am Dienstag vorgestellten Moody's-Studie.

Zu den größten Schiffsfinanzierern in Deutschland zählen die HSH Nordbank und die NordLB. Die HSH muss nach Berechnung von Moody's bis Ende 2015 einen Großteil ihrer abgesicherten Verbindlichkeiten im Gesamtwert von 24 Milliarden Euro zurückzahlen. Bei der NordLB seien es rund 20 Milliarden Euro.

Beide Geldhäuser sind aus Sicht von Moody's deshalb künftig stärker darauf angewiesen, dass ihnen die Sparkassen weiter Mittel zur Verfügung stellen. Wegen der Krise auf hoher See sei es immer schwieriger, Schiffskredite als Sicherheiten für Anleihen zu hinterlegen.

Grundsätzlich seien jedoch alle Landesbanken gut auf das Ende der Staatsgarantien vorbereitet, sagte Studienautor Michael Rohr der Nachrichtenagentur Reuters. "Der Refinanzierungsbedarf hat sich deutlich reduziert."

Viele Institute sind in den vergangenen Jahren geschrumpft. Zudem bekommen sie viel Geld von den Sparkassen, die mehr Einlagen haben, als sie an Krediten ausgeben können. Bei der Refinanzierung über den Kapitalmarkt profitieren die Landesbanken zudem von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Moody's geht daher davon aus, dass die Finanzierungskosten für die Institute unter dem Strich "weitgehend stabil bleiben werden".

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