Milliardenüberschuss zum Jahresende erwartet
Krankenkassen stehen finanziell gut da

Trotz deutlicher Ausgabensteigerungen haben die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr einen ordentlichen Überschuss erzielt. Zum Jahresende soll gar ein Plus in Milliardenhöhe stehen.

HB BERLIN. Nach der Beitragserhöhung zum Jahresanfang schlossen die gesetzlichen Krankenkassen das erste Halbjahr 2007 mit 307 Mill. Euro Gewinn ab, wie Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am Montag mitteilte. Dennoch sollten sich Versicherte keine Hoffnung auf niedrigere Beiträge machen. Dafür gebe es zu wenig Spielraum, meinte Schmidt.

„Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich nach unseren Reformen 2003 und 2007 weiterhin auf einem erfolgreichen Konsolidierungskurs“, erklärte Schmidt. Vermutlich werde es dieses Jahr zum vierten Mal hintereinander Überschüsse geben. Dies sei auch nötig gewesen, um die bis 2003 aufgelaufene Verschuldung abzubauen. Spätestens nächstes Jahr - pünktlich zum Start des Gesundheitsfonds - würden alle Kassen schuldenfrei sein.

Zu Jahresbeginn war im Vorgriff auf die Gesundheitsreform der durchschnittliche Beitragssatz der Krankenkassen auf den Rekordwert von 14,8 Prozent gestiegen. Dies und die gute Konjunktur spülte den Versicherern zusätzliche Beitragseinnahmen auf die Konten. So zahlten im August nach Angaben des Ministeriums 513 000 Beschäftigte mehr in die Krankenkasse ein als ein Jahr zuvor. Insgesamt war der Halbjahresabschluss deutlich günstiger als 2006, als Ende Juni noch ein Defizit von 50 Mill. Euro verzeichnet wurde.

Das Gesamtjahr 2006 hatte die Gesetzliche Krankenversicherung dann aber doch noch mit großem Überschuss abgeschlossen: Nach endgültigen Berechnungen des Ministeriums lag er bei 1,64 Mrd. Euro, etwas geringer als im Frühjahr auf Grund von vorläufigen Zahlen angenommen. Vieles spreche für ein positives Ergebnis in ähnlicher Größenordnung auch in diesem Jahr, erklärte Schmidt.

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