Millionen-Problem bei der KfW Steuerzahlerbund beklagt fehlenden Sachverstand

Der Steuerzahlerbund macht die staatliche Bürokratie für die Kostenexplosion bei der Einführung einer neuen IT-Infrastruktur bei der Förderbank KfW verantwortlich. Es sei nicht das erste Beispiele für Behördenversagen.
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Reiner Holznagel vom Steuerzahlerbund sieht ein Behördenversagen auch bei der Einführung der Gesundheitskarte und des elektronischen Personalausweises. Quelle: dapd

Reiner Holznagel vom Steuerzahlerbund sieht ein Behördenversagen auch bei der Einführung der Gesundheitskarte und des elektronischen Personalausweises.

(Foto: dapd)

BerlinDass die Einführung einer neuen IT-Architektur die staatliche KfW-Förderbank deutlich mehr Geld kosten wird als gedacht, führt der Bund der Steuerzahler auf Vorgaben des Gesetzgebers zurück. „Wir haben es hier mit einem bekannten Muster zu tun. Schon wieder wird ein IT-Projekt der öffentlichen Hand deutlich teurer als geplant. Schon wieder liegen die Ursachen in neuen, bürokratischen Anforderungen des Gesetzgebers und schon wieder wurde die Komplexität der Aufgabe vollkommen unterschätzt“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel Handelsblatt Online.

Als weitere Beispiele für Behördenversagen im IT-Bereich nannte Holznagel die Gesundheitskarte, den elektronischen Personalausweis und die Kfz-Steuer. Die „wesentlichen Fehler“, die bei diesen Projekten gemacht worden seien, könnten wahrscheinlich auch bei der KfW gefunden werden. „Jetzt ist Sachverstand gefragt, um endlich Abhilfe zu schaffen und nicht immer wieder die gleichen Fehler zu begehen“, so Holznagel.

Wie das Handelsblatt aus Kreisen des Verwaltungsrates und der KfW erfuhr, wird allein die Einführung einer neuen Standardsoftware für Finanzbuchhaltung nach einer internen Hochrechnung nicht wie ursprünglich geplant 90 Millionen Euro, sondern bis zu 180 Millionen Euro kosten. Das ist eine erhebliche Steigerung: Die neue Finanzsoftware ist nur eines von insgesamt vier IT-Großprojekten, für die die staatliche Förderbank insgesamt ursprünglich 400 Millionen Euro hatte ausgeben wollen.

Die Modernisierung der IT zeichne sich durch hohe Komplexität und zeitliche Herausforderungen aus, sagte ein KfW-Sprecher. „Zu Projektdetails, Zeitplan und Kostenentwicklung haben wir ein transparentes Berichtsverfahren gegenüber dem Verwaltungsrat aufgesetzt“, ergänzte er. Öffentlich wollte er sich zu Details aber nicht äußern.

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5 Kommentare zu "Millionen-Problem bei der KfW: Steuerzahlerbund beklagt fehlenden Sachverstand"

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  • Die Vorwürfe sind beachtlich und wahrscheinlich irgendwo auch typisch. Aber bei anderen Banken laufen die Projekte aus dem Ruder.

    Aber sind wir ehrlich. Die Kostensteigerung sind eben mal drei " Tebartz van Elster". Der Bischof wurde vom Papst abberufen uns in's Kloster gesteckt.

    Wollte man ein "Wowereit" als Maßstab nehmen, handelt es sich um weniger als ein hunderstel "Wowereit" oder ein zwanzigstel "Elbharmonie".

    Auffällig ist aus diesen Vergleichen, dass nur die Kirche zu den erwarteten Konsequenzen fähig war und ist. Wenn der katholischen Kirche mafiöse Strukturen nachgesagt werden, was wird dann erst in staatlichen Strukturen sein?

    Wollen wir das Thema nicht überziehen, aber Konsequenzen müssen gezogen werden - nicht nur in der KfW!

  • Behörden versagen nur auf Anweisung der Politiker. Diese sind leider Straf- und ersatzfrei. Änderung erst mit der Einführung der Todesstrafe für Politiker. Wer hat bisher als Politiker/in Deutschland so verschuldet???

  • .........Es sei nicht das erste Beispiele für Behördenversagen.......

    Sind wir nun bei der versteckten kamera?

  • Nur wer unser kapitalistisches System, in dem die leistungslosen Zinserträge einiger weniger die Steuern aller anderen sind, versteht, dass die Steuerschraube nur eine Richtung kennen kann. Immer fester wird sie angezogen, immer mehr werden 98% der Bevölkerung für die zusätzlichen Millionen und Milliarden einiger weniger arbeiten müssen

  • Gott sei Dank gibt es noch solche Leute wie Reiner Holznagel vom Steuerzahlerbund!!!!!!!!!!!

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