Millionensparpaket wegen sinkender Steuereinnahmen
Bistum Trier will 114 Kindergärten aufgeben

Das Kirchensäckel ist leer, denn die Kirchensteuereinnahmen sinken seit Jahren. Deshalb plant das Bistum Trier rund ein Viertel seiner Kindergärten an andere Träger abzugeben. Doch nicht nur die Kleinsten sind vom Sparwillen betroffen.

HB TRIER. Damit sollten wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen jährlich 5,2 Millionen Euro eingespart werden, teilte Generalvikar Werner Rössel am Donnerstag in Trier mit. Dies ist Teil eines Sparpakets, mit dem das älteste Bistum Deutschlands rund 30 Millionen Euro pro Jahr einsparen will. Dabei sollen 160 Stellen der rund 2 160 Mitarbeiter möglichst sozialverträglich abgebaut werden. Es werde aber auch mit Entlassungen gerechnet, sagte Rössel.

Bei besonders kleinen Kindergärten empfiehlt das Bistum die Schließung. Bei größeren Einrichtungen will es mittelfristig mit anderen Trägern wie etwa Kommunen und Verbänden über die Fortführung verhandeln. Auch andere Einrichtungen wie etwa die Katholische Fachhochschule für Sozialwesen in Saarbrücken sind von der Schließung bedroht. Die endgültige Entscheidung von Bischof Reinhard Marx über die Sparpläne soll im Juli veröffentlicht werden.

Unter den sinkenden Kirchensteuereinnahmen leiden die Bistümer bundesweit. Nach Worten des Geschäftsführers der Steuerkommission des katholischen Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD), Elmar Niclas, verbuchten die 27 deutschen Diözesen zwar 2003 ein Plus von 1,2 Prozent bei den Kirchensteuern. Allerdings gebe es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während die südlichen Bundesländer eine positive Entwicklung aufwiesen, habe etwa Nordrhein-Westfalen ein „dickes Minus“ verbucht: Die Einnahmen der fünf Diözesen im bevölkerungsreichsten Bundesland seien um vier Prozent gesunken, teilte Niclas in Münster mit. Bundesweite Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.

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