Mindestens vier Mrd. Gewinn: Bundesbank verdient gut

Mindestens vier Mrd. Gewinn
Bundesbank verdient gut

Nachdem die letzten drei Jahre für die Deutsche Bundesbank eher mager ausfielen, konnten 2006 satte Gewinne eingestrichen werden. Diese fließen in Bundeshaushalt und Erblastentilgungsfonds. Prognosen für das laufende Jahr gestalten sich wie gehabt schwierig.

mak FRANKFURT. Nach drei mageren Jahren könnte die Deutsche Bundesbank 2006 wieder einen ordentlichen Gewinn eingefahren haben. Schätzungen von Bankvolkswirten variieren zwischen vier und fünf Mrd. Euro. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat in seinem Haushalt 3,5 Mrd. Euro eingeplant. Die Bundesbank gibt ihr Jahresergebnis Anfang März bekannt.

Der Bundesbankgewinn fließt bis zur Höhe von 3,5 Mrd. Euro in den Bundeshaushalt. Alles, was darüber liegt, kommt dem Erblastentilgungsfonds zugute. Der Bundesbankgewinn wird jeweils im Frühjahr des Folgejahres an den Fiskus abgeführt. Für 2003 hatte die Bundesbank nur 248 Mill. Euro, im Jahr darauf 676 Mill. Euro überwiesen. Vor allem wegen der günstigen Entwicklung der Devisenkurse war der Bundesbankgewinn 2005 wieder auf 2,86 Mrd. Euro gestiegen.

Die Prognose des Bundesbankgewinns ist seit Gründung der Währungsunion schwierig. Wichtige Informationen wie die Höhe der Gewinne aus der Emission von Banknoten werden nicht aufgeschlüsselt; auch die Fristenstruktur der Wertpapiere bleibt im Dunkeln. Entsprechend unterschiedlich sind die Vorhersagen.

Gregor Eder, Deutschland-Analyst der Dresdner Bank, prognostiziert für 2006 eine Bundesbankgewinn von „gut vier Mrd. Euro“. Infolge höherer Zinsen seien die Netto-Zinserträge gegenüber 2005 um rund eine Mrd. Euro gestiegen. Zudem entfielen die 2005 noch ausgewiesenen 230 Mill. Euro Abschreibungen auf Gold, Fremdwährungen und Wertpapiere.

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