Minister Rücktritt nahegelegt
NRW-FDP attackiert Koalitionspartner CDU

In der schwarz-gelben Koalition in Nordrhein-Westfalen verschärft sich die Tonlage zwischen CDU und FDP. FDP-Fraktionschef Gerhard Papke reagierte am Montag mit heftiger Kritik auf Angriffe von Karl-Josef Laumann (CDU), dem wiedergewählten Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft CDA.

HB DÜSSELDORF. „Wenn Herrn Laumann die marktwirtschaftliche Politik der FDP unerträglich wird, sollte er überlegen, ob er sich in seiner eigenen Landesregierung aus CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen noch zu Hause fühlt“, sagte Papke. Die FDP werde dem „Linkskurs der Union“ entgegentreten. Laumann ist in NRW Arbeitsminister.

Laumann hatte am Samstag auf der CDA-Bundestagung der FDP Populismus vorgeworfen und die Liberalen mit der Linkspartei verglichen. „Die beiden größten Vorsitzenden von populistischen Parteien in Deutschland heißen Oskar Lafontaine (Linke) und Guido Westerwelle (FDP)“, hatte er in Berlin gesagt. Die Freidemokraten hatten eine Klarstellung der CDU-Führung verlangt.

Am Montag verteidigte er seine Äußerungen. „Erstmal ist das (die FDP; d. Red.) unser Wunschpartner, aber er muss ja nicht besonders groß dabei sein“, sagte Laumann. „Dass die jetzt ein bisschen schreien, das zeigt ja, dass sie es getroffen hat.“ Entscheidend sei, dass die Union mit der FDP eine Mehrheit bekomme. „Mein Wunsch bleibt: Möglichst viel CDU/CSU, möglichst wenig FDP dabei.“

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