Ministerin droht mit Gesetzesregelung
Zypries fordert Offenlegung von Managergehältern

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat erneut eindringlich an die Manager in Deutschland appelliert, freiwillig ihre Vorstandsgehälter offen zu legen.

HB BERLIN „Es müssen endlich die Vorstandsbezüge aller am Kapitalmarkt orientierten Aktiengesellschaften individuell offen gelegt werden“, sagte Zypries am Mittwochabend ihrem Redetext zufolge auf einer Tagung in Berlin. „Wer sein Geld wirklich verdient, hat auch nichts zu verbergen.“ Sollten die Unternehmen sich aber auch bei der nächsten Hauptversammlungssaison im Frühjahr nicht bereit zeigen, freiwillig mehr Transparenz zu schaffen, werde die Regierung für eine entsprechende Gesetzesregelung sorgen. Die SPD-Ministerin betonte: „Zur Höhe der Vergütung der Vorstände halte ich gesetzliche Regelungen nicht für erforderlich.“ Dies sollte den Kräften des Marktes überlassen bleiben.

Die Angemessenheit der Managergehälter in Deutschland war im Zusammenhang mit Spar- und Umstrukturierungsplänen von deutschen Konzernen in die Diskussion gekommen. Zypries' Hauptaugenmerk gilt der Offenlegung der Managerbezüge. Wenn dies erreicht werde, entstehe auch eine öffentliche Debatte, ob die Höhe der Gehälter gerechtfertigt sei. Dabei stützt sich die Ministerin auf die Offenlegungsempfehlung im Corporate Governance Kodex, der auf freiwilliger Basis Standards für eine gute Unternehmensführung setzt.

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