_

Ministerin Schavan fordert: "Wirtschaft muss Bachelor-Absolventen eine Chance geben"

Mehr als zehn Jahre nach der Bologna-Reform sind die Berufschancen für Bachelor-Absolventen immer noch schlecht. Bildungsministerin Annette Schavan wirbt im Handelsblatt-Interview für den Studienabschluss und erläutert, wie das Image des Lehrerberufs verbessert werden kann.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan: Kein Master-Studium für alle. Quelle: DAPD
Bundesbildungsministerin Annette Schavan: Kein Master-Studium für alle. Quelle: DAPD

Frau Schavan, der Bildungsgipfel gescheitert, die 15-Jährigen im Lesen nur Durchschnitt, die Hochschulen überlaufen, sinkende Chancen auf einen Masterstudienplatz – sind sie stolz auf das Bildungsjahr 2010?

Anzeige

Annette Schavan: Ich halte dagegen: 46 Prozent eines Jahrgangs studieren – vor fünf Jahren waren es nur 36 Prozent, wir haben das Deutschland-Stipendium gestartet und das Bafög erhöht. Bei Pisa sind wir in Mathe und Naturwissenschaften deutlich besser, beim Lesen haben wir weiter zugelegt. Die öffentliche Hand hat dieses Jahr sage und schreibe 102 Milliarden Euro ins Bildungssystem investiert, fünf Länder planen ein gemeinsames Abitur. Und so weiter....

Langsam. Warum lesen die 15jährigen nicht besser?

Lesen ist nicht nur Sache der Schulen. Diese sind massiv reformiert worden, jetzt ist die Gesellschaft dran. Lesen muss cool werden. Dafür brauchen wir viele Akteure und langen Atem. Mein Haus finanziert das Programm ’Lesestart’: Bücher und Vorlesetipps für Eltern müssen im Wartezimmer beim Arzt liegen, Bibliotheken sollten idealerweise auch am Wochenende geöffnet sein.

Polen legt viel schneller zu.

Aber wir haben uns kontinuierlich verbessert. Das ist nicht selbstverständlich: Österreich oder Schweden waren bei Pisa sehr weit und sind wieder zurückgefallen.

Die Risikogruppe, die kaum lesen kann, ist kleiner, macht aber immer noch 18 Prozent aus.

Ziel muss sein, dass jeder einen Beruf ausüben kann. Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist niedrig. Sehr interessant ist, dass die Verbesserung bei Pisa vor allem von Migrantenkindern erreicht wurde. Das zeigt, es geht.

An der Spitze aber tut sich nichts: Die Gruppe der Top-Schüler ist weiter viel kleiner als anderswo. Versagen die Gymnasien?

Wenn ich über Begabtenförderung rede, wird mir immer das Matthäus-Prinzip vorgehalten, wonach wir angeblich nur die ohnehin Bevorzugten fördern. Pisa zeigt, dass Förderung von Begabten genauso wichtig ist wie die der Benachteiligten. Die Gymnasien haben eine gewaltige Integrationsleistung erbracht: Denn der Andrang ist riesig, in mancher Uni-Stadt sind schon zwei von drei Schülern Gymnasiasten.

  • 06.01.2011, 00:10 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Natürlich sind wir jetzt in bW und dort wird den erwachsenen Kindern beigebracht wie man im internert recherchiert. Die armen Kinderchen hier.

    Sorry mir hat dies niemand beigebracht, ich habe mit 23 Jahren zum erstenmal überhaupt einen Computer eingeschaltet und war trotzdem in der Lage ein Potenzial von 1 Milliarde Euro für informatikanwendungen in bW zu erkennen.

    Wie bin ich hier gefördert worden? Überhaupt nicht lediglich in Leiharbeit verheizt worden. Das Studium kostete zwar geld: Dies ist das Gehalt für Profs. gewesen.
    ich hatte während des Studiums in Furtwangen nicht mal Windows zur Verfügung.

    Als ich nach bw ging war ich top, hatte einen Notendurchschnitt von 1,5 und?

    Doch unser reichen Wohlstandsgesellschaftskinder hier werden gefördert und gefördert.

    Die anderen vernichtet und vernichtet und ausgebeutet.

    Menschen verheizen und ausbeuten und ein gewisses Klientel fördern. Das ist der Reichtum der bundesländer.

    Gewalt gegen Frauen und Leiharbeit? Gibt es nicht. Statt dessen, ich war hier in genug Unternehmen unterwegs, sitzen dort 2 ältere Sekretärinnen und dreschen und beschimpfen ein junges Mädchen welches eine Ausbildung anfangen möchte. Damals bion ich dazwischengegangen. Dieses Mädchen wird vermutlich nicht mehr arbeiten gehen.
    Worum geht es? Den Menschen das Genick und den eigenen Willen zu brechen. Sie zu Schikanieren etc.

    Genau so wie im Film Schwabenkinder dargestellt.

    Mariana Mayer, Dipl. inf Fh seit 6 Jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken arbeitslos.
    bahnsicherheit in bW wird in diskriminierender Leiharbeit erledigt. Die Mobbingtreiber sitzen in hochbezahlten Positionen.

    Gewalt gegen Schwächere und Ausbeutung der Leiharbeiter, beliebter Volksport in baden Württemberg.

  • 05.01.2011, 22:24 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Daneben brauchen wir gezielte Werbung: in den 70er Jahren wurden alle Assistenten der Naturwissenschaften angeschrieben, ob sie Lehrer werden wollen.
    ---
    Sind das die Dilettanten die ich teilweise im Matheunterricht und anderstwo hatte?

    Wie soll denn das lehrerimage verbessert werden?
    indem wir wieder für eine million Euro Prospekte drucken?

    Das lehrerimage ist überhauot nicht schlecht, es gibt genug Lehrer die nicht eingestellt werden.
    Und es gibt genug Lehrer die gute Arbeit machen.

    Doch die Führung der Lehrer die ich in meiner Schulzeut erlebt habe, z.b. das die Erdkundelehrerin uns über die ein Kind Politik in China lehren musste, und dies ihr deutlich widerstrebte ist mir deutlich aufgefallen als Kind.

    Auch das "angebliche" Widerstreben gegen den Lehrplan.

    Und das es Lehrer gibt, genauso wie in allen anderen berufszweigen die Kinder fertigmachen können und dies stillschweigend geduldet wird.

    Gefördert wurde ich in der Schule nicht. Ablehnung war die Grundhaltung in meiner Schule.

  • 03.01.2011, 02:05 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    zur Überschrift: Die Wirtschatf, wer ist denn die Wirtschaft, ach ja, die Dr. Titel inhaber dort die nachwuchsgefördert in den Unternehmen, in der Verwaltung und in der Politik sitzen.

    Die Wirtschaft, unsere Elite des Landes einiger weniger gymnasialen Oberstüfler die das Kommando haben und diktatorisch darüber entscheiden: Wer darf in einem Unternehmen arbeiten und wer nicht.

  • Die aktuellen Top-Themen
Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.

Die Linke: Ulrich Maurer greift Parteispitze an

Ulrich Maurer greift Parteispitze an

In der Linken mehrt sich der Protest gegen die Parteispitze und den Zustand der Partei. Fraktionsvize Ulrich Mauer fordert eine radikale Verjüngungskur - und mehr Frauen. Denn in diesem Punkt hapert es gewaltig.

IWF-Chefin wird deutlich: Lagarde zeigt wenig Mitleid für die Griechen

Lagarde zeigt wenig Mitleid für die Griechen

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, hält den Druck auf Griechenland für angemessen. Ihr Ratschlag an die Griechen: „Sie sollten sich alle zusammen selber helfen, indem sie ihre Steuern zahlen.“