Ministerium fordert Beweise
Neue Vorwürfe gegen Bundeswehr

Bundeswehrsoldaten sollen angeblich in Afghanistan einheimische Kinder zu Scheinhinrichtungen missbraucht haben. Das Verteidigungsministerium verlangt nun konkrete Beweise für diese Vorwürfe.

HB BERLIN. „Denjenigen, der dies behauptet, fordern wir auf, uns umgehend die notwendigen Beweise vorzulegen, damit wir den Vorwürfen schnell und gründlich nachgehen können“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstagabend in Berlin. Die „Berliner Morgenpost“ hatte zuvor gemeldet, deutsche Soldaten hätten nach Aussagen eines Berliner Unteroffiziers in Afghanistan einheimische Kinder für Scheinhinrichtungen missbraucht, und dafür ein Beispiel geliefert.

Der Vorfall soll sich der Zeitung zufolge 2002 in Kabul ereignet haben. Auf einer Patrouillenfahrt hätten Kinder als „Opfer“ herhalten müssen, sagte der Unteroffizier, der damals in Afghanistan eingesetzt war, dem Blatt. Ein deutscher Soldat habe einen kleinen afghanischen Jungen zu sich gerufen, ihn in den Schwitzkasten genommen und ihm eine geladene Waffe an den Kopf gedrückt. So habe er sich dann von seinen Kameraden fotografieren lassen, heißt es weiter in dem Bericht.

In den vergangenen Tagen hatten unter anderem Fotos vom Umgang mehrerer deutscher Afghanistan-Soldaten mit Skelettteilen für Empörung gesorgt.

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