Ministerpräsident Mappus
Schlichtung hilft gegen Stuttgart-21-Ängste

Ministerpräsident Stefan Mappus mahnt vor den Schlichtungsgesprächen am Freitag die Friedenspflicht an. "Wir sollten uns alle bemühen, nicht weiter zu emotionalisieren", sagte der CDU-Politiker. Einen Volksentscheid lehnt er weiterhin ab.
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STUTTGART. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) lehnt einen Volksentscheid über das heftig umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ab. "Ich war, bin und bleibe ein Anhänger der repräsentativen Demokratie, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. Die oppositionelle SPD mache es sich zu einfach, indem sie sage: "Wenn der Boden etwas heiß wird, kippe ich 15 Jahre Planung weg und mache einen Volksentscheid".

Im Konflikt um das Bahnprojekt Stuttgart 21 kann aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) etwa die Hälfte der kritischen Punkte durch die Schlichtung geklärt werden. "Ich bin mir sicher, dass man bei etwa 40 bis 50 Prozent der Themen durch die Fakten das Ganze objektiv beleuchten kann.

Alle Beteiligten - Gegner und Befürworter - beträten dabei Neuland und auch die Bürger sollten die Möglichkeit bekommen, die Diskussionen zu verfolgen, sagte Mappus. So dass auch jeder - egal wo er steht - sagen kann: Die Argumente sind nachvollziehbar." Dadurch könnten Ängste vor Gefahren beispielsweise für die Stuttgarter Mineralwasservorkommen oder für betroffene Gebäude ausgeräumt werden, sagte Mappus. am Dienstag in Stuttgart.

Bei der Finanzierung des riesigen Bauvorhabens werde es dagegen schon schwieriger. "Im Kostenbereich können Sie immer subjektive Einschätzungen darlegen, wobei man nicht unbedingt zu grenzenloser Harmonie gelangen wird", fügte der Regierungschef hinzu. Für die Verlegung des Hauptbahnhofs unter die Erde und den Bau einer neuen Schnellbahnstrecke nach Ulm kalkulieren die Befürworter derzeit mit etwa sieben Milliarden Euro. Die Gegner befürchten Kosten von elf Milliarden Euro.

Mappus wandte sich gegen einen Volksentscheid über Stuttgart 21: "Ich war, bin und bleibe ein Anhänger der repräsentativen Demokratie." Viele komplexe Fragen könnten nicht einfach mit Ja oder Nein zur Abstimmung gestellt werden.

Kommentare zu " Ministerpräsident Mappus: Schlichtung hilft gegen Stuttgart-21-Ängste"

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  • Ach Du liebe Güte,mein Gott Stefan! ich habe nur von realitätsfernen und abgehobenen Politikern Angst, die meinen, einen Freibrief für Geldverschwendung in beliebigem Umfang zu haben!

  • Stuttgart-21-Ängste; so ein Schwachsinn von einem angeblich intelligenten Menschen. Wenn man so etwas liest kann man nur Kotzen bis zum abwinken. Was bildet sich so ein Pinsel ein. Meint der Mensch er hätte mit einigen anderen Entscheidern die intelligenz gefressen. Was der nicht begreift die Kosten die Kosten die Kosten, wenn diese Leute für ihre Manipulierten Kosten gerade stehen würden wäre der Kuchen gebacken. Nein das tun sie aber nicht, sie betrügen uns nach Strich und Faden und am Ende bekommen wir die Rechnung. Die Rechnungen für alte Sachen haben die Komunen doch schon in Form von drastischen Erhöhungen angekündigt. Das ist legales Raubrittertum.

  • Der bürger würde Sie, Herr Mappus, bei einem Volksentscheid mitnehmen! Versprochen!
    Mitnehmen in die Opposition!

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