Ministerpräsident Steinbrück bricht Rede ab
Eklat bei DGB-Kundgebung in NRW

Bei der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai in Nordrhein-Westfalen ist es zu einem Eklat gekommen. Ministerpräsident Steinbrück brach seine Rede nach zehn Minuten ab.

HB BERLIN. Auf den Mai-Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes in diesem Jahr ist die Reformpolitik der Bundesregierung scharf attackiert worden. Zu der Veranstaltung in Berlin war Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erst gar nicht eingeladen worden. Er hielt sich bei einer weniger konfliktträchtigen Veranstaltung in Zittau auf, wo die Erweiterung der Europäischen Union gefeiert wurde. Anders erging es seinem Parteikollegen Peer Steinbrück. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wurde bei der Kundgebung des DGB zum 1. Mai am Samstag in Köln ausgepfiffen. Ein eigentlich kein außergewöhnlicher Vorgang. Allerdings gelang es den Teilnehmern sich dermaßen lautstark bemerkbar zu machen, dass von Steinbrück kaum noch etwas Verständliches zu hören war.

Der SPD-Spitzenpolitiker brach daraufhin nach rund zehn Minuten seine Rede ab. Steinbrück sprach von einem «Armutszeugnis», das mit Politik nichts zu tun habe und eine Unfähigkeit zum Dialog zeige. Die rund 2000 Teilnehmer hatten Steinbrück symbolisch rote Karten gezeigt und ein Ende des Sozialabbaus gefordert.

Steinbrück hatte zum Beginn seiner Rede dazu aufgerufen, an einem «Europa der Freiheit, Gleichheit und der Gerechtigkeit» mitzubauen. Die EU-Erweiterung sorge für eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen und führe zu einer stärkeren Wirtschaftskraft und größeren Wettbewerbsfähigkeit der Union nach außen, hatte der SPD-Politiker betont.

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