„Mir wird Angst um dieses Land“
Ackermann: Sodann-Kritik ist ungeheuerlich

Mit deutlichen Worten wehrt sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, gegen Kritik von Peter Sodann. Der Bundespräsidentschafts-Kandidat der Linkspartei hatte in einem Interview gesagt, als echter Polizist würde er Ackermann verhaften.

HB BERLIN. Akcermann bezeichnete es nun in der "Bild am Sonntag" als "ungeheuerlich, dass jemand so etwas sagt, der für das höchste Amt in einem Rechtsstaat kandidiert". Er fügte hinzu: "Mir wird langsam Angst um dieses Land."

Der Deutsche-Bank-Chef warnte davor, dass die Finanzkrise den Gedanken der Marktwirtschaft und des freien Unternehmertums beschädigt. "Die Feinde der Freiheit und der Marktwirtschaft sehen jetzt ihre Stunde gekommen. Aber sie sollten sich nicht zu früh freuen. Die Marktwirtschaft hat aus Krisen immer gelernt und ist dadurch immer besser geworden. So wird es auch diesmal sein."

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, wies die Kritik verschiedener Medien am Präsidentschafts-Kandidaten und ehemaligen "Tatort"-Kommissar Sodann zurück. "Käme eine vergleichbare Persönlichkeit aus dem Westen, würde es wohl keine so ehrabschneidenden Kommentare geben", sagte Gysi in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu". Die Reaktionen eines Teils der westdeutschen Medien zeigten, "dass bei manchen der Kalte Krieg in den Köpfen fortwirkt". Gysi fügte hinzu: "Peinlich ist nicht Peter Sodann, sondern der kleine Teil von westdeutschen Journalisten, die ihn in gehässiger Weise diskreditieren. In ihren Augen ist er eben nur ein Ossi."

Der Schauspieler hatte in dem Interview auch gesagt, Deutschland sei für ihn keine Demokratie. Daraufhin hielten Union, FDP, SPD und Grüne Sodann vor, dem Amt des Bundespräsidenten nicht gewachsen zu sein.

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