Missverständnis bei Facebook
Justiz ermittelt gegen Jugend-AfD

„Selbstjustiz ist die neue Polizei“ – mit dem Slogan hat die „Junge Alternative für Deutschland“ im sozialen Netzwerk Facebook für Aufregung gesorgt. Der Brandenburger Justizminister will nun dagegen vorgehen.
  • 6

PotsdamDie Jugendorganisation der eurokritischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist ins Visier der Brandenburger Justiz geraten. Grund ist ein Aufruf der Organisation auf ihrer Facebook-Seite, wonach Selbstjustiz „die neue Polizei“ sei. Er habe die Staatsanwaltschaft beauftragt zu prüfen, ob eine Straftat vorliege, sagte Justizminister Helmuth Markov (Linke) am Donnerstag im Landtag in Potsdam.

Die „Junge Alternative für Deutschland“ betreibt auf Facebook intensiv Wahlkampf und hatte vor drei Tagen gepostet: „Wenn der Staat seine Aufgaben nicht wahrnimmt, werden es andere tun“ und „Kriminalität härter angehen!“. Auf einem Plakat ist eine Frau zu sehen, die mit zwei Pistolen feuert.

Mittlerweile hat sich die „Junge Alternative für Deutschland“ auf Facebook von ihrem eigenen Post distanziert: „Natürlich ruft die JA nicht zur Selbstjustiz auf. Das Plakat rief nicht einmal zu irgendetwas (!) auf.“ Der Kommentar sei teilweise absichtlich falsch verstanden worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Missverständnis bei Facebook: Justiz ermittelt gegen Jugend-AfD"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich lach mich scheckig. Dagegen soll jetzt ermittelt werden? Naja, irgendwas wird sich ja immer finden lassen, insbesondere wenn die immer mal wiederkehrende Nazikeule gegen die AfD keine Wirkung zeigt, weil schlicht und ergreifend an den Haaren herbeigezogen. Mal abwarten, welch Anti-AfD-Schabernack sich die nächsten Tage ausgedacht wird.

  • Kann Lucke diese Chaoten denn nicht mal stoppen? In jeder Partei gibt es Einzelgänger die Unsinn verzapfen. In einer gut geführten Partei können die aber im Namen der Partei nicht ihre oft dilettantischen Aktionen nicht öffentlich ausführen. Nun springen die Zeitungen aber dankbar auch auf jede Gelegenheit auf der AfD herumzuhacken. Könnte man sich nicht mal etwas ernsthafter mit den Argumenten der AfD auseinandersetzen? Da gäbe es viel zu tun.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%