"Mit einer knallharten CDU-FDP-Entourage umgeben"
SPD verstärkt Angriffe auf Köhler

Führende SPD-Politiker haben ihre Angriffe auf Bundespräsident Horst Köhler massiv ausgeweitet. Johannes Kahrs, Sprecher der im Seeheimer Kreis organisierten rechten SPD-Bundestagsabgeordneten, sagte dem Handelsblatt: „Köhler ist ein Präsident, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist und sein Amt mit Parteipolitik verwechselt“.

BERLIN. Das Agieren des Bundespräsidenten im Zusammenhang mit der Vertrauensfrage bezeichnete Kahrs als „Schmierenkomödie der billigsten Art – aber der Mann ist eben so“. Bereits am Dienstag hatte der dem linken Parteiflügel angehörende SPD-Fraktionsvize Michael Müller das Staatsoberhaupt im Handelsblatt heftig attackiert.

Fraktionsvize Stiegler, der auch Vorsitzender der bayerischen SPD ist, unterstützte Müller am Mittwoch ausdrücklich. "Herr Köhler ist der parteipolitischste Bundespräsident, den Deutschland je hatte", sagte er dem Handelsblatt. Köhler habe sich mit einer "knallharten CDU-FDP-Entourage" umgeben. "Hier wird wohl versucht, die Politik zu beeinflussen.“ Köhler ist als Kandidat von Union und FDP in sein Amt gewählt worden.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck äußerte Verständnis für die Angriffe der SPD. Er habe „seit Anfang an den Eindruck, dass Köhler sein Amt nicht mit der notwendigen Überparteilichkeit führt“, sagte Beck dem Handelsblatt.

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