Mit Ex-Senator Mirow in die zweite Hälfte der Legislaturperiode
Hamburger SPD wählt Spitzenkandidaten

Der frühere Wirtschaftssenator Thomas Mirow ist SPD-Herausforderer von CDU-Bürgermeister Ole von Beust. Der 50-jährige Mirow wurde an Freitagabend auf dem Landesparteitag der Sozialsdemokraten mit knapp 60 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt.

HB HAMBURG. Die nächste Hamburger Bürgerschaft soll im Herbst 2005 gewählt werden. Die SPD-Führung hatte nach der schweren Senatskrise um die Entlassung von Innensenator Ronald Schill im September beschlossen, bereits knapp zwei Jahre vor dem Wahltermin einen Spitzenkandidaten zu bestimmen.

Bei der Wahl erhielt Mirow 163 Stimmen. Sein Gegenkandidat, der Gesundheitsexperte Mathias Petersen, erzielte mit 109 Stimmen ein überraschend gutes Ergebnis.

Mirow erklärte, der Mitte-Rechts-Senat habe abgewirtschaftet. Dennoch müsse sich die SPD darauf einrichten, dass die Hamburger Landesregierung über „die volle Distanz“ durchhalte. Für den Fall eines Koalitionsbruchs müssten die Sozialdemokraten aber „aus dem Stand“ Wahlkampf führen können. Er werde „kontinuierlich und konzentriert“ mit den Bürgern über deren Sorgen sprechen.

Mirow appellierte an die Hamburger SPD, sich nicht auf Kritik an der rot-grünen Bundesregierung zu konzentrieren. „Unser Gegner kann nur die Union sein - nicht unsere Freundinnen und Freunde in der Hauptstadt.“

Der neue Spitzenkandidat gehörte zehn Jahre lang sozialdemokratisch geführten Regierungen in Hamburg an. Als Wirtschaftssenator erwarb er sich auch Anerkennung bei der Opposition, etwa bei seinem Einsatz für die umstrittene Erweiterung des Airbus-Werksgeländes zur Produktion des Flugzeugs A380. Mirow und Petersen kündigten eine enge Zusammenarbeit zur Ablösung der Koalition aus CDU, Schill-Partei und FDP an. SPD-Landeschef Olaf Scholz betonte, er sehe zwei Jahre nach ihrer Abwahl wieder gute Wahlchancen für seine Partei. Die SPD habe ihre „Hausaufgaben“ - vor allem in Sachen Kriminalitätsbekämpfung - gemacht.

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