Mitbestimmung soll im Aufsichtsrat reformiert werden
BDA fordert mehr Betriebsnähe der Mitbestimmung

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat eine größere Betriebsnähe der Mitbestimmung gefordert. Das sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner dem Handelsblatt.

BERLIN. "Ich bin dafür, dass im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung die Betriebsräte mehr Rechte bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen bekommen", sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner in einem vom Handelsblatt moderierten Streitgespräch mit DGB-Vorstand Dietmar Hexel. Im Gegenzug solle die Mitbestimmung im Aufsichtsrat reformiert werden. Statt der starren gesetzlichen Regeln sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber "im Rahmen einer Vereinbarungslösung für ihr jeweiliges Unternehmen ein Mitbestimmungsmodell festlegen können". Kommt es zu keiner Einigung, plädiert die BDA für eine Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer.

Hexel sprach sich dafür aus, dass ausländische Arbeitnehmer einer deutschen Kapitalgesellschaft im Aufsichtsrat besser vertreten sein sollten. Das DGB-Vorstandsmitglied warnte davor, die Mitbestimmung zurückzudrehen und die Arbeitnehmer "an den Katzentisch" zu setzen. Ihm sei weder bekannt, dass Arbeitnehmer im Aufsichtsrat eine Innovation behindert hätten, noch dass deutsche Holdings wegen der Mitbestimmung ins Ausland abgewandert seien, sagte Hexel.

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