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Mittel gegen Koalitionsstreit: Mit digitalem Radiergummi gegen die Wildsau

Der „Wildsau“-Vergleich hat vor allem dem geschadet, der ihn angestellt hat – vielleicht würde ihn FDP-Staatssekretär Daniel Bahr gerne rückgängig machen? Hilfe naht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat seine Idee eines „digitalen Radiergummis“ präsentiert. Ob der den Koalitionsstreit vergessen lässt?

Kann sein "digitaler Radiergummi" den Koalitionsfrieden wiederherstellen? Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Quelle: APN
Kann sein "digitaler Radiergummi" den Koalitionsfrieden wiederherstellen? Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Quelle: APN

BERLIN. Gurkentruppe“, „Wildsau“ und derlei Vokabular sprechen nicht gerade von großer Achtung voreinander. Die Botschaft ist inzwischen auch bei den bürgerlichen Parteien angekommen.

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Der Erfinder des Wildsau-Vergleichs mit der CSU muss schon kräftig dafür büßen. Daniel Bahr (FDP), Staatssekretär im Gesundheitswesen, hat jedenfalls auf den derzeit stattfindenden Sommerfesten keine ruhige Minute mehr. Wer ihn auch immer anspricht, will auch gleich wissen, ob das liebe Tier denn bald wieder durch das Unterholz brechen wird. Bahr lächelt schwach und schweigt. Ein Blattschuss genügt.

Zu Hilfe eilt ihm jetzt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Der hat sich jüngst für eine Art „digitalen Radiergummi“ ausgesprochen, mit dem Daten im Internet gelöscht werden können.

Jede Äußerung im Internet sei potenziell weltweit öffentlich. Dies mache es schwer, jemanden zu rehabilitieren, der unter Äußerungen gegen seine Person im Netz leide, sagt der für sein Harmoniebedürfnis bekannte CDU-Politiker. „Umso wichtiger wäre es, dem Internet in Zukunft in bestimmten Bereichen das Vergessen oder zumindest das Nichtwiederfinden beizubringen“, sagt er.

Also einfach den „digitalen Radiergummi“ über Gurkentruppe und Wildsau rubbeln, schon wäre der Koalitionszwist vergessen. Oder könnte von nachtragenden bayerischen Politikern wenigstens nicht mehr wiedergefunden werden. sig

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