Mittelfristplanung sieht deutlich weniger Investitionen vor
Bahn drängt auf schnelle Entscheidung über Investitionen

Die Deutsche Bahn will bald wissen, wieviel Geld ihr in den kommenden Jahren für Investitionen zur Verfügung steht. Weil die Planungsphase so lang ist, könnten zusätzliche Mittel erst spät verbaut werden.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn drängt die Bundesregierung zu einer raschen Entscheidung über zusätzliche Bundesmittel für das Schienennetz. Der Planungsvorlauf bei Bahnprojekten sei so lang, dass es auf jeden Tag bei der Mittelvergabe ankomme, sagte der neue Bahn-Infrastrukturchef Stefan Garber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Selbst bei einer schnellen Zusage, könnten noch zusätzliche Projekte in Auftrag gegeben werden – verbaut würde aber nichts.

Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Aussicht gestellten zusätzlichen Investitionsmittel sollen außerdem auf mehrere Jahre gestreckt werden, forderte Garber. «Reiche Geschenke im Jahr eins helfen uns wenig, wenn wir Projekte im Jahr drei oder vier nicht weiterfinanzieren können», sagte Garber mit Blick auf sinkende Bundeszuschüsse ab dem Jahr 2008.

Die Mittelfristplanung des Bundes sieht ab 2008 Investitionsmittel von 2,3 Milliarden Euro vor. In diesem Jahr – ohne die vom Kanzler ins Gespräch gebrachten zusätzlichen Mittel – stehen der Bahn 3,1 bis 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Kanzler hatte von insgesamt zwei Milliarden Euro für Wasserwege, Straßen und Schienen gesprochen, die im Laufe der kommenden vier Jahre fließen sollen.

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