Moderator soll Rüttgers suggestive Frage gestellt haben
Union verteidigt Rüttgers' Aussage zur Religion

Talkmaster Friedmann habe «suggestiv» gefragt und überhaupt, die Kritik an CDU-Politiker Rüttgers sei «ein durchsichtiger Versuch«, diesem zu schaden - So argumentiert der Evangelische Arbeitskreis der Union.

HB BERLIN. Der evangelische Arbeitskreis der Union hat die umstrittenen Äußerungen des nordrhein-westfälischen CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers zum Stellenwert der katholischen Kirche und des christlichen Menschenbildes verteidigt. «Es ist klar, dass für die Union das christliche Menschenbild Vorrang hat», sagte der Geschäftsführer des Arbeitskreises, Christian Meißner, der «Berliner Zeitung».

Jede Kritik sei ein «durchsichtiger Versuch», Rüttgers zu beschädigen. Der CDU-Politiker habe bei seinen Äußerungen in einer N24-Talkshow lediglich die Diktion von Moderator Michel Friedman übernommen, der wie immer «äußerst suggestive» Fragen gestellt habe.

Friedman hatte Rüttgers gefragt: «Ist die katholische Kirche und ihr Menschenbild anderen Religionen überlegen?» Rüttgers hatte geantwortet: «Ich glaube, dass es das Richtige ist, wenn Sie wollen auch 'überlegen'.» Die SPD und Grüne hatten Rüttgers daraufhin ein verengtes Weltbild vorgeworfen. Auch die FDP in Nordrhein-Westfalen, die nach der Landtagswahl mit der CDU koalieren will, ging auf Distanz.

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