Möglicher Kanzleramtschef
Norbert Röttgen - Merkels Bester

Als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion sitzt Norbert Röttgen schon jetzt im Knotenpunkt der Politik. Nach der Wahl könnte er Kanzleramtschef werden.

ms DÜSSELDORF. Sie sind alle Juristen, sehen noch jünger aus als sie ohnehin schon sind, haben ein freundliches und ausgeglichenes Temperament und waren der Öffentlichkeit bis vor kurzem unbekannt. Sie tragen Namen wie Ronald Pofalla oder Eckart von Klaeden und machen jene Hausmacht der Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel aus, deren Fehlen seit Jahren zu den üblichen Gemeinplätzen eines jeden Smalltalks über Politik gehört.

Viele von ihnen werden am 18. September nach der Wahl wohl ziemlich mächtig sein. Ganz besonders Norbert Röttgen. Er ist Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion. Wer diesen Job ausübt, sitzt im Knotenpunkt der Politik: Der "PGF" hält in der Fraktion die Stimmen beisammen, bestimmt über Redezeiten, sitzt in allen wichtigen Gremien mit am Tisch, mischt in allen wichtigen Politikthemen mit. Ohne ihn geht nichts in Berlin. Das gilt ganz besonders für Röttgen, der in der so genannten "Viererbande" am Wahlprogramm der Union mitschrieb.

Merkels Wahlteam gehört er nicht an, aber die CDU-Chefin lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihn nicht vergessen wird. Als denkbar gilt, dass er Kanzleramtschef wird, wenn CDU-Generalsekretär Volker Kauder die Fraktionsführung übernehmen sollte. Auch im Amt des Bundesjustizministers wäre der langjährige rechtspolitische Sprecher seiner Fraktion vorstellbar.

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