Mord an Buback
Ex-Terroristin will sich zum Mord äußern

Eineinhalb Jahre hat Verena Becker vor Gericht geschwiegen, so lange läuft der Prozess gegen sie schon. Sie soll den Mord an Siegfrid Buback 1977 geplant und vorbereitet zu haben. Nun verlautbarte das Gericht eine überraschende Ankündigung.
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StuttgartIm Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart zeichnet sich eine überraschende Wende ab. Becker werde sich zu dem Vorwurf der Beteiligung an dem Mordanschlag auf den früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback am 14. Mai äußeren und eine rund 15 Minuten lange Erklärung vortragen. Dass kündigte ihr Verteidiger Walter Venedey nach Angaben eines Gerichts-Sprechers an. Becker hatte seit Auftakt des Prozesses am 30. September 2010 geschwiegen.

Becker muss sich in Stuttgart wegen Mittäterschaft bei dem RAF-Anschlag verantworten, bei dem am 7. April 1977 in Karlsruhe Buback und zwei Begleiter getötet worden waren. Ihr wird vorgeworfen, maßgeblich an Planung und Vorbereitung des Attentats beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Anschlag waren die Schüsse vom Beifahrersitz eines Motorrads abgegeben worden. Das Motorrad mit zwei vermummten RAF-Terroristen hatte neben Bubacks Dienstwagen gestoppt, als dieser in Karlsruhe vor einer Ampel hielt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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