Mounir El Motassadeq im Porträt
Der Freund der Todesflieger

Mounir El Motassadeq war ein Freund von Mohammed Atta, dem Anführer der Todespiloten vom 11. September 2001. Ihn hatte der Marokkaner beim Elektrotechnik-Studium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg kennen gelernt.

HAMBURG. Motassadeq nahm häufig an Treffen radikaler Muslime in Attas Wohnung teil und unterschrieb auch das Testament des Terrorpiloten.

Für die Bundesanwaltschaft war Motassadeq „Statthalter“ der Hamburger Terrorzelle, der in die Anschlagpläne eingeweiht war und Hilfsdienste für die Attentäter leistete. Der heute 30-Jährige beteuert hingegen seine Unschuld, räumt lediglich eine Kampfausbildung in einem El-Kaida-Lager in Afghanistan ein.

Aufgewachsen ist der 1974 geborene Motassadeq in der alten marokkanischen Königsstadt Marrakesch. Kurz nach dem Abitur reiste er 1993 nach Deutschland, um zu studieren. Zunächst lernte er Deutsch in Münster, bis er 1995 einen Studienplatz an der TU Harburg bekam.

Der schmächtige Dunkelhaarige ist mit einer Studentin aus St. Petersburg verheiratet, die zum Islam übergetreten ist. Mit ihr und zwei Kindern lebt Motassadeq, der auf freiem Fuß ist, in Hamburg. Der fromme Moslem trinkt nie Alkohol und betet fünf Mal täglich.

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