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11.07.2008 
Energie- und Wasserwirtschaft

Müller soll Energiebranche aus der Defensive führen

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist bei der Suche nach einem neuen Spitzenfunktionär offenbar fündig geworden. Hildegard Müller, bislang Staatsministerin im Bundeskanzleramt, soll künftig an der Spitze der Geschäftsführung des BDEW stehen, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen.

Soll die Belange der Branche in der Öffentlichkeit glaubhaft vermitteln: Hildegard Müller, Staatsministerin im Bundeskanzleramt. Foto: dpaLupe

Soll die Belange der Branche in der Öffentlichkeit glaubhaft vermitteln: Hildegard Müller, Staatsministerin im Bundeskanzleramt. Foto: dpa

BERLIN. Weiter hieß es, über die wichtige Personalie solle bereits bei einer BDEW-Vorstandssitzung am 25. Juli beraten werden. CDU-Politikerin Müller, die als enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Beim BDEW hieß es, man äußere sich nicht zu Personalspekulationen. Ein Sprecher bestätigte allerdings den Termin für die außerordentliche Vorstandssitzung. „Es ist zu erwarten, dass wir an diesem Tag zu einer Entscheidung kommen“, sagte er.

Die Personalie ist für die Branche von großer Bedeutung. Seit Monaten stehen die Unternehmen der Branche am Pranger: Einerseits steigen die Energiepreise stetig, andererseits fahren viele Unternehmen Rekordgewinne ein. Der BDEW sucht eine Person, die die Belange der Branche in der Öffentlichkeit glaubhaft vermitteln kann und zugleich der Politik als Ansprechpartner dient.

Bislang hatte sich die Suche als schwierig erwiesen. Der frühere Deutschland Chef von McKinsey, Jürgen Kluge, war als Kandidat gehandelt worden, hatte aber überraschend abgesagt, weil sich der Verband nicht darauf einlassen wollte, ihn zum geschäftsführenden Präsidenten zu bestellen. Mit dem Posten eines Hauptgeschäftsführers wollte er sich nicht zufrieden geben.

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