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München: Flughafen-Panne wird zum Politikum

Das Bundesinnenministerium will Sicherheitspanne am Flughafen München zur Chefsache machen. Während das Ministerium sich bisher jeglicher Stellungnahme enthielt, sieht die Polizeigewerkschaft eine Ursache in schlecht ausgebildeten Sicherheitsdiensten und Lohn-Dumping.

Chaos am Münchner Flughafen nach Sicherheitspanne am Mittwoch: Der Terrorverdächtige entpuppte sich wie schon bei einem ähnlichen Vorfall in Newark als harmlos. Quelle: APN
Chaos am Münchner Flughafen nach Sicherheitspanne am Mittwoch: Der Terrorverdächtige entpuppte sich wie schon bei einem ähnlichen Vorfall in Newark als harmlos. Quelle: APN

BERLIN/MÜNCHEN/FRANKFURT. Das Bundesinnenministerium betrachte den Münchner Vorfall zwar als "sehr ernst", will allerdings vor konkreten Ermittlungsergebnissen noch keine Schlussfolgerungen ziehen, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Donnerstag.

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Am Mittwoch war ein Passagier, dessen Laptop beim Sicherheitscheck Sprengstoffalarm ausgelöst hatte, mit seinem Computer unerkannt in der Menge im Sicherheitsbereich verschwunden. Daraufhin sperrte die Bundespolizei das gesamte Terminal 2 des Flughafens. Es gehört zum Teil der Lufthansa und wird auch ausschließlich von ihr genutzt.

Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers war eine dreistellige Zahl an Flügen verspätet oder ausgefallen. Teilweise hätten Flugzeuge München leer verlassen müssen, da sie am Zielflughafen gebraucht wurden. Einige Passagiere seien auf den Konkurrenten Air Berlin umgebucht worden. Der entstandene Schaden stünde noch nicht fest. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen eingeleitet.

Während sich das Innenministerium jeglicher weiterer Stellungnahmen enthielt und lediglich eine "Untersuchung sämtlicher Umstände" ankündigte, hat die Gewerkschaft der Polizei bereits eine vorläufige Fehlerprognose gestellt: Zu wenig und zu minder qualifiziertes Personal sei zumindest eine der Ursachen für Sicherheitsdefizite auf deutschen Flughäfen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Konrad Freiberg sagte dem Handelsblatt: "Seit Jahren treiben die privaten Sicherheitsdienste demotivierendes Lohn-Dumping auf den Flughäfen. Nach dem Motto: möglichst schnell mit möglichst wenig schlecht bezahlten Mitarbeitern." Dies gefährde die Sicherheit auf deutschen Flughäfen akut - nicht nur in München -, sagte Freiberg.

Dem widersprach die Regierung von Oberbayern, die mit ihrer Gesellschaft (Sicherheitsgesellschaft München) SGM für die Personenkontrollen am Münchener Flughafen zuständig ist. "Die Beschäftigten der SGM werden intensiv aus uns fortgebildet" ,"und sie sind keine Billigkräfte". Dennoch wolle die Behörde den Vorfall prüfen und konkrete Vorschläge für eine Verbesserung der Kontrollen machen.

  • 21.01.2010, 21:45 UhrAnonymer Benutzer: D. Rabat

    Nur weiter so mit der Hysterie. Wie wär´s mit dem Schießbefehl auf alle Grenzverletzer, vor allem, wenn sie parfümiert ertappt werden?!

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