München
Stoiber-Nachfolge in Bayern wird später entschieden

CSU-Chef Edmund Stoiber wechselt als Minister für Wirtschaft und Zukunftstechnologie nach Berlin. Damit steht auch eine Nachfolgeentscheidung für sein Amt in Bayern an. Noch will die Partei damit jedoch warten.

HB MÜNCHEN. Der bayerische Ministerpräsident sieht das künftig von ihm geführte Ministerium für Wirtschaft und Technologie als "große Chance für die Gestaltung eines wirtschaftlichen Aufschwungs". Erstmals seit fast 40 Jahren übernehme wieder ein Vertreter der Union das Ressort von Ludwig Erhard, sagte Stoiber nach der Sitzung des CSU-Vorstands in München. Er glaube, dass er aus seiner Erfahrung in Bayern einiges für eine dynamische Wirtschaftspolitik in ganz Deutschland einbringen könne.

Über seinen Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten wird die CSU wird nach seinen Angaben erst nach Ende der Koalitionsgespräche von Union und SPD in Berlin entscheiden. "Jetzt geht es für die CSU zunächst darum, eine Bundesregierung mitzuinstallieren", sagte Stoiber. Erst wenn das gelungen sei und sein eigener Wechsel in das Amt des Ministers für Wirtschaft und Technologie damit feststehe, stehe die Nachfolgeentscheidung an. Um die Nachfolge bewerben sich nach bisherigen Angaben Innenminister Günther Beckstein und der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber. Die CSU bemüht sich aber darum, eine Kampfabstimmung zu vermeiden.

Nach Stoibers Worten stimmte der CSU-Vorstand der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD einstimmig zu. Welches zweite Ministerium die CSU innerhalb der großen Koalition bekommen solle, werde ebenso wie die Besetzung der übrigen unionsgeführten Ministerien am Ende der Koalitionsverhandlungen entschieden.

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