Müntefering fordert schnelle Nachfolgeregelung: Gerster sieht sich als Kampagnen-Opfer

Müntefering fordert schnelle Nachfolgeregelung
Gerster sieht sich als Kampagnen-Opfer

Der geschasste Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, hat heftige Kritik an seiner Absetzung durch den Verwaltungsrat der Nürnberger Behörde geübt.

HB BERLIN. Die Mitglieder des Verwaltungsrats, die ihm am Samstag mit großer Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen hatten, seien mit einer vorgefassten Position in die Sitzung gegangen, sagte Gerster am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“. Die politische Diskussion über einen Nachfolger für Gerster kommt unterdessen immer mehr in Schwung.

In der ersten öffentlichen Stellungnahme seit seiner Entlassung sagte Gerster in der ARD, die Frage, ob sich aus dem Bericht der Innenrevision Verstöße bei der Vergabe von Beraterverträgen ableiten ließen, habe im Verwaltungsrat gar keine Rolle mehr gespielt. „Das Ergebnis stand fest, bevor der Prüfungsbericht (der Innenrevision) beraten werden konnte.“ Es sei vor allem um Stilfragen gegangen. Er habe „erleben müssen, dass viele Mitglieder im Verwaltungsrat sich dem Gruppendruck gebeugt haben“. Bei Einzelnen habe es ein „erkennbar schlechtes Gewissen“ gegeben.

Bei letztendlich nur einer Gegenstimme verstehe er, dass die Regierung dann so handeln und ihn habe entlassen müssen, sagte Gerster Ein vorzeitiger Rücktritt sei für ihn nicht in Frage gekommen: „Ich wollte kämpfen und ich wollte denen, die mich nach Hause schicken in die Augen sehen“, sagte Gerster.

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