Müntefering kämpft um Bundeszuschuss
Rürup fordert Reform der Witwenversorgung

Experten dringen daher auf Reformen. Eine weitere Senkung des allgemeinen Leistungsniveaus lehnt Rürup ähnlich wie die Koalition ab. Stattdessen plädiert der Vorsitzende des Sachverständigenrates für deutliche Einschnitte bei der Hinterbliebenenversorgung, die künftig aus Steuern finanziert werden soll und sich nicht mehr an der Rente des Verstorbenen, sondern nur noch an der Bedürftigkeit des Hinterbliebenen orientieren soll.

„Das findet unsere Unterstützung“, sagte Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er forderte, dass Einkommen von Hinterbliebenen stärker angerechnet und die Altersgrenze von 45 auf 52 Jahren angehoben wird.

Karl Lauterbach, der einstige Gegenspieler des Wirtschaftsweisen in der Rürup-Kommission, denkt in eine ganz andere Richtung: Um die nach seiner Meinung nachweisbare geringere Lebenserwartung von Beziehern niedriger Einkommen versicherungsmathematisch auszugleichen, will er deren Beiträge für die Alterskassen deutlich höher bewerten.

Mit einer solchen Änderung würde das bisherige Prinzip, demzufolge es im gesetzlichen System für den gleichen Beitrag die gleiche Monatsrente gibt, aufgegeben. In der SPD gibt es erhebliche Vorbehalte gegen den Plan. Mitte Januar will Lauterbach bei einem internen Hearing der Gewerkschaften versuchen, die Arbeitnehmervertreter zu überzeugen.

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