Mutmaßlich illegale Waffenlieferung
Deutschland prüft Exporte von Sig Sauer

Waren die Waffenexporte des deutschen Herstellers Sig Sauer nach Kolumbien über eine Mittlerstation in den USA illegal? Die Regierung prüft die Lieferung in das Unruheland – und scheint nun erste Konsequenzen zu ziehen.
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BerlinDie möglicherweise illegalen Waffenlieferungen der deutschen Firma Sig Sauer nach Kolumbien haben laut Medienberichten erste Konsequenzen. Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ stoppte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Anfang Juli die Bearbeitung sämtlicher Ausfuhranträge des Unternehmens aus dem schleswig-holsteinischen Eckernförde. Das Amt leitete demnach ein Prüfverfahren zur Zuverlässigkeit des Exporteurs ein.

Kolumbien hat von 2006 an über das US-Verteidigungsministerium knapp 65.000 Pistolen vom Typ SP 2022 für 28,6 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) gekauft, die für den US-Markt bestimmt waren. Dies hat die kolumbianische Regierung offiziell bestätigt. Nach Recherchen der drei Medien lag dafür keine Genehmigung des Bundesamts vor.

Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft Kiel Anfang Juli Ermittlungen gegen Sig Sauer eingeleitet. Das Embargo gegen die Ausfuhranträge des Waffenproduzenten mit Sitz in Eckernförde dürfte nun ein erstes Anzeichen für Sanktionen der Bundesregierung sein.

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Produzent wussten wohl von Deal mit Kolumbien

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