Nach Börner-Vorstoß
Breite Front gegen Abschaffung des Feiertags Pfingstmontag

Die Arbeitgeberforderung nach Abschaffung des Pfingstmontags als Feiertag ist auf eine breite Front der Ablehnung gestoßen. Neben den im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der FDP sprach sich auch die Evangelische Kirche in Deutschland dagegen aus.

HB BERLIN. Zur Ankurbelung der Konjunktur sollen die Beschäftigten in Deutschland nach Ansicht mehrerer Wirtschaftsverbände künftig am Pfingstmontag arbeiten. Der Chef des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, Anton Börner, sagte der „Bild am Sonntag“: „Wir haben in Deutschland zu viele Feiertage und zu viel Urlaub. Nicht jeder Feiertag muss zwangsläufig arbeitsfrei sein. An Pfingstmontag beispielsweise sollte gearbeitet werden.“ Börner verwies auf das katholische Italien, wo an manchen Feiertagen gearbeitet werde.

Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer, Patrick Adenauer, und die Chefin des Unternehmerverbandes mittelständische Wirtschaft, Ursula Frerichs, schlossen sich der Forderung an.

Für den Präsidenten des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, greift der Vorschlag indes „zu kurz“. „Es ist richtig, dass die generelle Jahresarbeitszeit in Deutschland im internationalen Vergleich zu kurz ist und dadurch wachstumshemmend wirkt. Mit dem Verzicht auf einen Feiertag ist es aber nicht getan.“ Der richtige Weg führe über flexible Regelungen wie einen betrieblicher Korridor von 30 bis 50 Wochenarbeitsstunden hin zu Monats- und Jahresarbeitszeitkonten der Beschäftigten, sagte Ohoven.

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