Nach Bombe in Bonn
Kritik an Bundesinnenminister Friedrich

Der versuchte Bombenanschlag in Bonn sorgt für eine Debatte über Sicherheitspolitik. Als „hilflose Öffentlichkeitsarbeit“ bezeichnet die SPD die Forderung von Innenminister Friedrich nach einer verschärften Überwachung.
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MünchenNach dem versuchten Bombenanschlag im Bonner Hauptbahnhof ist eine Debatte über Videoüberwachung entbrannt. "Mit seinem reflexhaften Ruf nach schärferen Gesetzen und mehr Videoüberwachung macht es sich Innenminister (Hans-Peter) Friedrich zu leicht", sagte die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Es würden "effektive Sicherheitsbehörden und keine flächendeckende Überwachung" benötigt. Aufgabe der Innenminister sei es, "für mehr Kooperation der verschiedenen Stellen und zielgerichtetes Arbeiten zu sorgen, damit Anschläge im Vorfeld verhindert" würden.

Der schleswig-holsteinische SPD-Chef und frühere Landesinnenminister Ralf Stegner sagte der Zeitung, der "Reflex, sich etwas von einer verschärften Überwachung zu erhoffen, ist in aller Regel falsch". Es gebe "an Bahnhöfen und Flughäfen, also dort, wo es sinnvoll ist, ohnehin Überwachung". Der Vorstoß von Bundesinnenminister Friedrich (CSU) sei "hilflose Öffentlichkeitsarbeit", sagte Stegner.

Der Unions-Innenexperte Hans-Peter Uhl (CSU) forderte unterdessen von der Deutschen Bahn eine Nachrüstung ihrer Überwachungsanlagen. "Videobilder von Überwachungskameras in sensiblen Bereichen wie Bahnhöfen sollten generell aufgezeichnet werden. Solche Defizite kann man sich nicht erlauben", sagte Uhl der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe). Wenn es stimme, dass "die anderen Kameras im Bahnhof nichts aufgezeichnet haben, besteht ein Defizit im System."

Die Bombe soll am Montag am Bonner Hauptbahnhof abgestellt worden sein, sie löste keinen Schaden aus. Seit Freitag führt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen. Von den sechs Überwachungskameras am Bonner Hauptbahnhof wurden keine Videobilder des Vorfalls aufgezeichnet. Friedrich forderte als Konsequenz aus dem Anschlagsversuch die Ausweitung der Videoüberwachung.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Auf die Dauer wird es nicht genuegen sich auf die Unfähigkeit der in D lebenden Islamisten zu verlassen denn wenn die deno ernstfall noch öfter probieren wird es mit der Bombe auch klappen.
    Sinnvollerwärees jedenfalls die ausländischen Gefährder abzuschieben und dann die einheimischen und eingebürgerten Bombenbastler zu observieren.Wenn dann die nächste Gruppe Erlebnisurlauber sich auf den Weg nachnWaziristan macht,bitte nicht aufhalten oder wieder einreisen lassen.

  • Ja komisch, in anderen Ländern gehen die Bomben ja auch hoch.
    Aber davon mal abgesehen, jetzt schreien sie schon wider die Grünen und dieser Stegner von der SPD.
    Auf das Naheliegendste kommen sie aber nicht. Wie kann es sein, dass hier zig radikale Moslems leben, die eine Gefahr für uns sind, wir die schön mit Sozialhilfe füttern, die überwacht werden, was wieder Geld kostet?
    Hier kann es doch nur eine einzige Altrnative geben: Raus und gut ist es. Und wr den detuschen Paß hat, bekommt ihn abgenommen.
    "Zuwanderer" dieser Art b raucht kein Land
    Aber das haben wir hauptsächlich den antideutschen Grüne und den linken Kreischern der SPD zu verdanken. Das haben sie offenbar vergessen
    Es riecht ohnehin mit dieser Unterschichtzuwanderung von Kulturfremden die unsre Sozialsysteme belasten.
    Jetzt auf den Innenminister einzudreschen ist einfach nur dämlich

  • @nastrowje

    Danke!!! Sie haben es gut auf den Punkt gebracht!! Man will sich vor den wütenden Bürger schützen. Da seine ganzen Sparanlagen geplündert werden. das wird sich der Bürger im 21. Jahrhundert nicht mehr gefallen lassen. Zumal auch noch durch den Zusammenbruch des Papiergeldes ev. Hypotheken aufs Häusle kommen könnten.

    http://www.rottmeyer.de/der-groste-raubzug-der-geschichte/

    Politiker und Kirche hatten die Menschen schon immer um ihre Ersparnisse und kleinen Vermögen gebracht!!!

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