Nach Bundestagswahl 2009
Debatte über Zukunft von Schwarz-Rot

Angesichts der Rezession debattieren SPD und die Unionsparteien über eine Fortführung der Großen Koalition auch nach der Bundestagswahl 2009. SPD-Fraktionschef Peter Struck hält eine Fortsetzung für möglich, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht das anders.

HB BERLIN. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Die dunklen Wolken am Horizont werden den Wunsch der Menschen nach einer großen Koalition verstärken". Niemand könne ausschließen, dass die Koalition fortgesetzt werden müsse. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte dagegen der "Bild am Sonntag": "Die große Koalition muss eine Ausnahme bleiben. Ich erwarte, dass die Wirtschaftskrise bis zur Bundestagswahl überwunden ist und keine große Koalition mehr nötig ist."

Wie Struck hob Glos die Bedeutung des schwarz-roten Bündnisses in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervor. "Mit keiner anderen parlamentarischen Mehrheit als der Zweidrittelmehrheit der großen Koalition hätte man das Bankenrettungspaket und das Konjunkturprogramm so rasch beschließen können." Zugleich betonte er aber, er wünsche sich eine Koalition aus Union und FDP. Glos äußerte die Sorge, dass radikale Kräfte von der Krise profitieren könnten: "In schwierigen Zeiten rufen die Menschen immer nach einfachen Rezepten und laufen oft Scharlatanen nach", sagte er. "Das wird die staatstragenden Parteien weiter zu gemeinsamem Handeln zwingen.

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