Nach dem Wahldesaster
Neuer starker Mann bei Pfälzer CDU in Sicht

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz endete für die Union in einem Desaster: Die SPD holte die absolute Mehrheit. CDU-Spitzenkandidat und Landesparteichef Christoph Böhr warf daraufhin das Handtuch. Nun kristallisiert sich ein Nachfolger heraus, der als Nachwuchshoffnung bezeichnet werden darf.

HB MAINZ. Der erst kürzlich gewählte 39 Jahre alte Vorsitzende der CDU-Fraktion im Mainzer Landtag, Christian Baldauf, kündigte am Donnerstag an: „Ich werde auf dem Parteitag am 8. Juli für das Amt des CDU-Landesvorsitzenden kandidieren“. Zuvor hatten sich der CDU-Landesvorstand sowie die drei Vorsitzenden der rheinland-pfälzischen Parteibezirke für ihn als Nachfolger des scheidenden Christoph Böhr ausgesprochen.

Nach CDU-Angaben gab es in der Landesvorstandssitzung am Mittwoch eine einmütige Unterstützung für den 38-jährigen Rechtsanwalt aus Frankenthal. Auch Böhr habe sich für eine Kandidatur Baldaufs ausgesprochen. Der Fraktionschef sagte, er freue sich über das einmütige Votum der Parteiführung: „Das alles zeigt eine große Gemeinsamkeit, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren ist.“

Nach der schweren Niederlage der Partei bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl am 26. März hatte der 1954 geborene Böhr seinen Rücktritt als Partei- und Fraktionschef erklärt. Am 5. April hatte die Fraktion Baldauf zum neuen Vorsitzenden gewählt. Sein innerparteilicher Konkurrent Michael Billen, Vorsitzender des Parteibezirks Trier, hatte zuvor auf eine Kandidatur verzichtet. Baldauf hatte daraufhin Interesse auch am Parteivorsitz geäußert, zugleich aber auch eine Tandemlösung nicht ausgeschlossen.

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