Nach den Anschlägen von Madrid
Deutschland engagiert sich weiter im Irak und in Afghanistan

Deutschland wird nach den Terroranschlägen von Madrid beim Engagement für den Wiederaufbau des Iraks und Afghanistans nicht nachlassen. Es gebe keinerlei Überlegungen, die Wiederaufbauarbeit zu überdenken, sagte Regierungssprecher Béla Anda am Montag in Berlin.

HB BERLIN. Die Ankündigung des sozialistischen Wahlsiegers in Spanien, Jose Luis Rodriguez Zapatero, die spanischen Truppen aus dem Irak abzuziehen, wurde irritiert aufgenommen.

Regierungssprecher Bela Anda sagte am Montag zur Frage, ob Deutschland sein internationales Engagement angesichts des möglichen islamistischen Hintergrunds der Anschläge überprüfe: „Diese Überlegungen gibt es nicht.“ Die Bundeswehr beteiligt sich am internationalen Kampf gegen Terrorismus und stellt Truppen in Afghanistan, die erneute Aktivitäten islamischer Extremisten verhindern sollen. In einer Bekennerbotschaft einer islamistischen Organisation wurden die Anschläge als Antwort auf den Einsatz Spaniens im Irak und in Afghanistan bezeichnet. Die Anschläge und die spanische Unterstützung des Irak-Kriegs gelten als wichtige Faktoren für den Ausgang der spanischen Wahlen.

Ein Rückzug Deutschlands von seinem Engagement etwa in Afghanistan wäre das völlig falsche Signal, hieß es in Berliner Regierungskreisen. Man müsse im Gegenteil die internationalen Bemühungen im Kampf gegen Terrorismus fortsetzen und zeigen, dass Anschläge wie in Madrid an der Entschlossenheit nichts änderten. Die Regierungen der am Anti-Terror-Kampf beteiligten Staaten müssten diese Entschlossenheit deutlich machen. Nur so könne man Zweifeln und Sorgen über den Einsatz gegen Terrorismus entgegentreten, die möglicherweise als Folge von Anschlägen wie in Madrid in der Bevölkerung aufkommen könnten.

Nun müsse überlegt werden, ob und wie man etwa die deutschen Truppe in den Auslandseinsätzen gegen die möglicherweise größere Bedrohung durch Anschläge noch besser schützen könne.

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