Nach den Gehaltserhöhungen: Raffgier-Vorwürfe gegen Krankenkassen

Nach den Gehaltserhöhungen
Raffgier-Vorwürfe gegen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen geraten nach dem Bekanntwerden teils kräftiger Gehaltserhöhungen ihrer Vorstände immer stärker in die Kritik. Union, Bundesgesundheitsministerium und Ärzte forderten die Kassen eindringlich zu Beitragssenkungen auf. Trotz eines Milliardenüberschusses wollen die Kassen ihre Beiträge zunächst nicht weiter senken.

HB BERLIN. Auch der Ärzteverband Hartmannbund hat die Gehaltserhöhungen von Krankenkassen-Vorständen scharf kritisiert. „Die Gehaltserhöhungen der Kassen-Vorstände sind für die Versicherten ein Schlag ins Gesicht“, sagte Verbandssprecher Peter Orthen-Rahner der „Berliner Zeitung“ (Montag). „Millionen von Beitragszahlern haben Milliarden-Überschüsse der Kassen erwirtschaftet und warten bisher vergeblich auf Beitragssenkungen. Es zeigt sich, dass die Vorstände nicht frei von Selbstbedienungsmentalität sind.“

Unionsgesundheitsexperte Wolfgang Zöller (CSU) sagte im Bayerischen Rundfunk, wenn die Finanzlage der Kassen so gut sei, „dass ich die Gehälter erhöhen kann, dann hätte ich zuerst einmal die Beiträge senken müssen“. CDU-Sozialexperte Andreas Storm sagte der „B.Z.“: „So lange die Beiträge nicht sinken, sind weit überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen bei den Kassenchefs nicht vermittelbar.“ SPD-Fraktionsvize und Sozialexpertin Gudrun Schaich- Walch verlangte: „Wenn die Verwaltungsausgaben der Kassen gedeckelt sind, sollten auch die Vorstandsgehälter nur mit Augenmaß steigen.“

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