Nach der Hessen-Wahl: Koch gibt Fehler zu

Nach der Hessen-Wahl
Koch gibt Fehler zu

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat Fehler im Wahlkampf eingestanden. Er übernahm damit auch zumindest zum Teil die Verantwortung für das schlechte Abschneiden seiner Partei.

HB FRANKFURT. "Dass ich Teile der Wähler, die der Union zugeneigt sind, irritiert habe, weil sie glauben konnten, dass ein Thema nur zu Wahlkampfzwecken genutzt wurde, hat mir persönlich geschadet und es hat auch der CDU geschadet", sagte Koch der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut einer Vorabmeldung.

Die großen Stimmenverluste für seine Partei bei der hessischen Landtagswahl führt er auch auf eigene Fehler zurück. So habe er die Reaktion der SPD falsch eingeschätzt. "Den Sozialdemokraten ist es gelungen, mit einem Verhetzungsansatz den Eindruck zu erwecken, der Koch redet nur über dieses Thema, weil Wahlkampf ist", sagte der CDU-Politiker.

Gleichwohl zeigte sich Koch überzeugt, dass man über die Gewaltbereitschaft ausländischer Jugendlicher sprechen müsse. "Ich persönlich bleibe dabei, dass Volksparteien die Verantwortung haben, alle relevanten Themen zum Gegenstand von Wahlkämpfen zu machen", sagte Koch. "Fakt ist, dass sehr viele Menschen, jüngere wie ältere, von einem zurückgehenden Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum betroffen sind."

Koch regierte bislang mit einer absoluten Mehrheit in Hessen. Bei der Wahl am Sonntag landete die CDU nur knapp vor der SPD. Derzeit ist offen, wer das Bundesland regieren wird.

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