Nach der Kritik von Jörg-Uwe Hahn
Westerwelle und Gerhardt bestreiten Machtkampf in der FDP

FDP-Chef Guido Westerwelle hat Berichte über einen parteiinternen Machtkampf zwischen ihm und dem Vorsitzenden der liberalen Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhardt, zurückgewiesen.

HB BERLIN/MÜNCHEN. „Es wird niemandem gelingen, eine Wettbewerbssituation zwischen uns herbeizureden, die es nicht gibt“, sagte Westerwelle der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

Zu einem jüngst von Gerhardt vorgestellten „Wahlprogramm“ werde er noch Ergänzungsvorschläge machen, kündigte der Parteivorsitzende an. „Das Thema Bürokratie dürfen wir auf keinen Fall aussparen. Es ist ein zentrales Hindernis, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ich möchte außerdem, dass die FDP klar für Deregulierung eintritt, etwa für die komplette Abschaffung des Ladenschlussgesetzes.“

Auch Gerhardt bestritt einen Machtkampf. Mit diesem Eindruck müsse in der Politik jeder leben, der sich mit Initiativen hervortue. Es gebe aber keinen Führungsstreit mit Westerwelle, sagte Gerhardt im ZDF. Bereits am Wochenende hatte er bestritten, Ambitionen auf das Amt des Parteivorsitzenden zu haben.

Gerhardt hatte in der vergangenen Woche ohne Mitwirkung Westerwelles eine 37 Seiten lange „Erklärung zur Verantwortung für Deutschland“ vorgestellt. Westerwelle sieht darin den Nachweis, „dass unsere Fraktion jederzeit in der Lage ist, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Deshalb habe ich sie auch begrüßt. Wenn jetzt selbst in diese Begrüßung so etwas wie ein Machtkampf hineininterpretiert wird, dann ist das doch nur noch skurril.“

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