Nach Differenzen
Bundesinnenminister trennt sich von Terror-Experten

Im Ausland genießt August Hanning den Ruf, ein ausgewiesener Fachmann auf den Gebieten der Nachrichtendienste und der Terrorismusabwehr zu sein. Doch der neue Bundesinnenminister Thomas de Maizière verzichtet künftig auf seine Expertise als Staatssekretär – angeblich, weil „die Chemie“ nicht stimmt.
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HB BERLIN. Der neue Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Innenstaatssekretär August Hanning zum Jahresende in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Die Entscheidung soll demnach an diesem Freitag bekanntgegeben werden. Ein Ministeriumssprecher sagte dazu am Donnerstagabend, zu „Personalspekulationen jedweder Art“ gebe es „keinen Kommentar“.

Der parteilose Hanning gilt als Fachmann auf den Gebieten der Nachrichtendienste und der Terrorismusabwehr. Der 63-Jährige war 1996 zum Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt ernannt worden und war Koordinator der Nachrichtendienste. Von 1998 bis 2005 war er Präsident des Bundesnachrichtendienstes.

Im Dezember 2005 wechselte Hanning als beamteter Staatssekretär ins Bundesinnenministerium. Unter de Maizières Vorgänger Wolfgang Schäuble (CDU) war Hanning für Innere Sicherheit und Polizeiangelegenheiten zuständig.

Als Grund für die Ablösung Hannings werden Streitigkeiten mit de Maizière vermutet. Zwischen beiden solle „die Chemie“ nicht stimmen, schreibt die Zeitung. Auch solle es inhaltliche Differenzen geben.

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